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08.01.2018 16:33 Alter: 162 Tage

Leiterin Christine Eberlein-Mollov verlässt nach 13 Jahren die Musikschule Bingen


Bild c VHS Bingen

BINGEN - Für sie ist die 13 eine Glückszahl. Und deshalb hält sie auch jetzt den Zeitpunkt für gekommen, um Neues zu wagen. Als dann auch noch ein Sektglas in der Alten Wache zu Bruch ging, waren die Scherben ein zusätzlicher Glücksbringer, wie Christine Eberlein-Mollov lachend bemerkte. Abschied wurde gefeiert. 13 Jahre lang war sie die Leiterin der Musikschule. Doch jetzt zieht es sie nach Wiesbaden an eine Grundschule. „Aber ich möchte hierher Kontakt halten. Auch wenn eine Brücke noch nicht gebaut ist; dafür aber gibt es ja Fähren“, sagte sie augenzwinkernd am Rande zur AZ.

Als Vorsitzender der Volkshochschule (VHS), unter deren Fittichen die Musikschule in der Ära Eberlein-Mollov mit beachtlichen Erfolgen gewachsen ist, sagte Oberbürgermeister Thomas Feser, dass die Leiterin in 13 Jahren sehr gute Arbeit geleistet und auch sehr viel umgesetzt habe. Sie habe „die Truppe immer zusammengehalten“. Feser wünschte Christine Eberlein-Mollov alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg, blickte zugleich aber auch auf den weiteren Weg der Musikschule mit ihren 500 Schülerinnen und Schülern. Es werde eine Herausforderung sein, so der Oberbürgermeister, die Einrichtung an ihrem neuen Hauptsitz in Bingerbrück, im künftigen Stadtteilzentrum, zu etablieren. VHS-Leiter René Nohr ergänzte, die Stelle für die Leitung sei bereits ausgeschrieben. Er hoffe auf eine kurze Zeit der Vakanz. Die anstehenden Veränderungen seien ein großer Schritt, für Christine Eberlein-Mollov gleichermaßen wie für die Musikschule selbst. Wenn der Wind der Veränderung wehe, ließen sich Mauern errichten oder aber Windräder. „Wir haben in Bingen bislang immer Windräder gebaut“, sagte Nohr in Anspielung auf einen Weisheitsspruch von Konfuzius.

Christine Eberlein-Mollov sagte, sie habe beim Oberbürgermeister immer ein offenes Ohr gefunden. „Vieles wäre ohne ihre Unterstützung nicht möglich gewesen.“ Nur in Teamarbeit sei über die Jahre die Arbeit in der Musikschule zu stemmen gewesen mit allein 30 Veranstaltungen jährlich. „Ich bin stolz auch euch“, rief Eberlein-Mollov der Runde von Lehrern, Kooperationspartnern und Weggefährten zu.

Gegenüber der AZ vertiefte die scheidende Musikschulleiterin ihre Rückschau. Mit Stolz verweist sie darauf, dass die Musikschule bei der Begabtenförderung erhebliche Erfolge erzielen konnte. Zahlreiche Preisträger gibt es, Schüler, die ein Musikstudium aufnahmen und heute als Musiker tätig sind. Ebenso zeichne die Einrichtung ihre Sozialprojekte aus sowie eine große Zahl an fruchtbringenden Kooperationen, mit den Schulen, der alten Kunstwerkstatt, der Kinder- und Jugendhilfe St. Hildegard oder der Stadtjugendhilfe und vielen mehr. Mit dem Bildungsgutschein sei es auch Kindern aus einkommensschwachen Familien möglich, ihr musikalisches Talent zu entfalten.

Ausdrücklich dankt Eberlein-Mollov den zahlreichen Sponsoren, vor allem den Lions, den Rotariern, den Freimaurern oder den Förderern vom Blus‘- und Rockhaus. „Den Standort nun in Bingerbrück neu zu bestimmen, wird gewiss eine große Herausforderung sein“, unterstreicht Eberlein-Mollov. Da wünsche sie ihrem Nachfolger oder ihrer Nachfolgerin eine glückliche Hand.

Von Erich Michael Lang

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/leiterin-christine-eberlein-mollov-verlaesst-nach-13-jahren-die-musikschule-bingen_18407738.htm