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02.03.2018 08:25 Alter: 169 Tage

Was macht das Kreuz dort an der Wand? Über das Verhältnis von Religion und Staat

13. Interreligiöser Dialog am 22.3.2018 um 19:30 Uhr im Ida-Dehmel-Saal (Stefan-George-Haus, Freidhof 9, Bingen)


Je nach Region ist es noch ganz selbstverständlich, dass ein Kreuz in staatlichen Einrichtun­gen hängt, im Gerichtssaal oder in Schulen. Doch immer wieder haben Menschen in den letzten Jahren gefordert, dass solche religiösen Symbole in staatlichen Gebäuden abgehängt werden. Aktuell wird zum Beispiel in Ingelheim diskutiert, ob die neue Veranstaltungshalle King eine religiöse Einweihung erfahren soll.

Denn im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht, dass der Staat sich weltan-schaulich und religiös neutral verhalten soll. Der deutsche Staat sichert allen Bürgerinnen und Bürgern Religionsfreiheit zu, solange dadurch nicht die Rechte Dritter eingeschränkt oder verletzt werden. Aus diesem Grund hat das Bundesverfassungsgericht auch vielen Kla­gen stattgegeben, so dass religiöse Symbole aus staatlichen oder öffentlichen Gebäuden entfernt werden mussten.

Auf der anderen Seite fördert der Staat weltanschauliche und religiöse Gruppen, zum Bei­spiel durch zielgerichtete Fördermittel für Kindertagesstätten und Schulen. Manche Reli­gionsgruppen genießen Vorteile, wenn sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind. Schließlich hält die Verfassung der Bundesrepublik ebenso fest, dass sie sich einem Gott und den Menschen verpflichtet weiß. Deshalb kommt es immer wieder zu politischen Debatten, wie das genau Verhältnis des Staates zu den Religionen auszugestalten ist.

Auch auf der Seite der Religionsgemeinschaften sind im Lauf der Zeit ganz unterschiedliche Modelle entstanden – manche sehen sich eher als ein religiöser Verein an, andere beanspru­chen für sich Volkskirche zu sein. Im Kern geht es um die Frage: Welche Rolle im öffentlichen Leben eines Staates kann, soll oder will „Religion“ spielen.

Aus diesem Grund laden die Volkshochschule und die evangelische Johanneskirchenge­meinde wieder Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Religionsgemeinschaften ein, um mit ihnen über das Verhältnis von Religion und Staat zu debattieren. Nach kurzen Eingangsstatements wird es erst eine Diskussion der einzelnen Positionen auf dem Podium geben, welche dann aber bald auch für die Besucherinnen und Besucher geöffnet wird. Mo­deriert wird der „Interreligiöse Dialog“ durch den Politologen Dr. Ralf Kohl. Die Einführung erfolgt durch den Evangelischen Stadtpfarrer Olliver Zobel. Der Abend findet am 22. März 2018 um 19:30 Uhr im Ida-Dehmel-Saal im Stefan-George-Haus (Am Freidhof, Bingen) statt.

Es ist keine Anmeldung erforderlich. Eintritt: 5,00 € an der Abendkasse.

Weitere Informationen unter: Tel. 06721-12327 oder 991103, Fax 06721-10308, bzw. im Internet: www.vhs-bingen.de, E-mail: service@vhs-bingen.de