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< Lehrgang zur Eingliederung in den Beruf für Migrant*innen an der VHS Bingen
16.05.2018 08:23 Alter: 4 Tage

Das 21. Binger Literaturschiff legt Ende Mai ab

25.05.2018, 18.15, Rheinanlagen, Brücke 6, Bingen. Lesungen von Marion Poschmann, Stephan Lohse und Markus Orths auf dem 21. Binger Literaturschiff


Am Freitag nach Pfingsten ist es wieder soweit: die VHS Bingen schickt das Literaturschiff auf die Reise zwischen Bingen und der Loreley – und das schon zum 21. Mal. Wie immer sind an Bord, drei renommierte deutschsprachige Autorinnen und Autoren. In diesem Jahr sind dies Marion Poschmann (Die Kieferninseln), Stephan Lohse (Ein fauler Gott) und Markus Orths (Max). Durch den Abend führt die Leiterin der Binger Stadtbibliothek Satu Bode. Das musikalische Rahmenprogramm gestalten Dietmar Göring (Klavier) und Sebastian Hamann (Saxophon) von der Musikschule Bingen.


Einige wenige Restkarten sind noch frei und können bei der VHS-Geschäftsstelle reserviert werden. Eine Übersicht der freien Plätze ist auf www.vhs-bingen.de zu sehen.

 

Weitere Informationen zu den Autoren und den Romanen:


Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Peter-Huchel- Preis und den Ernst-Meister-Preis für Lyrik; ihr Roman Die Sonnenposition stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und gewann den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2013.


Die Kieferninseln: Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Basho in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide. Die Kiefern-inseln ist ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend, zu Herzen gehend. Im Teeland Japan mischen sich Licht und Schatten, das Freudianische Über-Ich und die dunklen Götter des Shintoismus. Und die alte Frage wird neu gestellt: Ist das Leben am Ende ein Traum?


Stephan Lohse
wurde 1964 in Hamburg geboren. Er studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und war unter anderem am Thalia Theater, an der Schaubühne in Berlin und am Schauspielhaus in Wien engagiert. Ein fauler Gott ist sein Debütroman. Stephan Lohse lebt in Berlin.


Ein fauler Gott: Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit. Voller Empathie und mit anrührender Komik erzählt Stephan Lohse in seinem Debütroman vom Aufwachsen Anfang der Siebzigerjahre, von Teenagernöten und dem Trost der Freundschaft. Vor allem aber erzählt er vom Mut und dem Einfallsreichtum eines Kindes, das seine Mutter das Trauern lehrt und ihr zeigt, dass das Glück, am Leben zu sein, auch noch dem größten Schmerz standhält.


Markus Orths
wurde 1969 geboren und studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Er lebt als Autor mit Frau und drei Kindern in Karlsruhe. Sein bisheriges Werk ist im Verlag Schöffling & Co erschienen, seine Romane wurden in sechzehn Sprachen übersetzt, der Roman Das Zimmermädchen wurde 2015 für das Kino verfilmt. Er ist außerdem Autor von Hörspielen und Kinderbüchern.


Max: Max kämpft. Max flieht. Max sucht. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor den Menschen, die ihn nicht verstehen. Er sucht die eine Frau, die er wirklich lieben kann. Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahr-hundert und einen seiner großen Künstler: Max Ernst. Dieses Buch entwirft das Panorama einer wahnwitzigen Zeit. Und mittendrin: Max, Max Ernst. Von seiner Rebellion gegen den wilhelminischen Vater über das Treiben durch das wilde Paris der zwanziger Jahre bis zu seinem entbehrungsreichen Leben auf der Flucht und im amerikanischen Exil. Viele seiner Frauen und Freunde sind berühmte Menschen dieser Zeit: Leonora Carrington, Peggy Guggenheim, Pablo Picasso, André Breton. Sie alle sind getrieben von ihrer Verzweiflung, ihrem Rausch, ihrer Lust. Das ist so lebendig wie ansteckend erzählt–in jeder Zeile spürt man die Leidenschaft, mit der dieser Roman geschrieben wurde.


Bibliographie

 

·      Marion Poschmann: Die Kieferninseln, Berlin: Suhrkamp 2017, 168 S., ISBN: 978-3518427606, 20,00 € (eBook ASIN: B074V7YH6V, 16,99 €)

·      Stephan Lohse: Ein fauler Gott, Berlin: Suhrkamp 2017, 336 S., ISBN: 978-3518425879, 22,00 € (eBook ASIN: B01N0FDZJH, 18,99 €)

·      Markus Orths: Max, München: Carl Hanser Verlag 2017, 567 S., ISBN: 978-3446256491, 24,00 € (eBook ASIN: B071RNPDNN, 17,99 €)

 

Weitere Informationen und Karten unter: Tel. 06721-12327 oder 991103, Fax 06721-10308, bzw. im Internet: www.vhs-bingen.de