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Programm / Programm / Kursdetails
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Ausstellung im Foyer des Heilig-Geist-Hospitals Bingen
Wie wird man eigentlich Binger? Früher galt man in manchen Augen noch als "Zugezogener", wenn man schon Dreiviertel seines Lebens hier verbracht hatte. Die Zeiten haben sich gewandelt und man sieht in Bingen täglich neue Gesichter, ohne die unser Leben ärmer wäre. Andere Gesichter sind vielleicht schon länger da und trotzdem wissen wir gar nicht, welche Geschichte hinter diesem Menschen steckt.
In dieser Ausstellung wollen wir Menschen vorstellen, die in den letzten Jahren in Bingen angekommen sind. Wir haben sie nach ihrer Geschichte gefragt. Dabei ging es uns jedoch nicht in erster Linie darum, einen Steckbrief zu verfassen oder immer gleiche Fragen zu stellen. Wir wollten eine kleine Geschichte aus ihrem Alltag hören, die ihnen einfiel, als wir sie fragten, ob sie angekommen sind, wie sie angekommen sind, ob sie sich angekommen fühlen. Angekommen, in unserer Stadt, in einer neuen Wohnung, einem neuen Lebensabschnitt...
Für all diese Fragen stehen Fragezeichen und Ausrufezeichen im Titel. "Angekommen?!" Wir laden alle ein, sich in dieser Ausstellung auf die Geschichten dieser Mitmenschen einzulassen, sich überraschen zu lassen und den Blick nicht nur oberflächlich vorbeistreifen zu lassen.
Begegnen Sie dort zum Beispiel einem bekannten Musiker aus Hamburg, der in Bingen die Wonnen des Landlebens zu schätzen gelernt hat, einem somalischen Flüchtling, der hier den ersten Schneemann seines Lebens baute und eine unvergessliche Begegnung mit dem Nikolaus hatte oder einem jungen Mann, der seine Eltern in Wien abholt, weil sie sich nicht trauen auf der Deutschen Autobahn zu fahren, und, und, und ... lassen Sie sich überraschen.
Jeder Mensch ist einzigartig. Das können wir entdecken, wenn wir unsere Augen, Ohren und Herzen öffnen.
Der große Schriftsteller Heinrich Böll schrieb einmal, er wolle "es so sehen wie es ist, mit einem menschlichen Auge, das normalerweise nicht ganz trocken und nicht ganz nass ist, sondern feucht - und wir wollen daran erinnern, dass das lateinische Wort für Feuchtigkeit Humor ist, - ohne zu vergessen, dass unsere Augen auch trocken werden können oder nass". Auch wenn wir uns gewiss nicht mit dem literarischen Anspruch eines Nobelpreisträgers messen, wünschen wir jedoch bei der Lektüre dieser literarischen Portraits viel Freude.
Einführung: Heidi Kassai, Tobias Strunk


Kosten

0,00 €


Termin(e)

Mo. 06.08.2018, 18:00 - 19:30 Uhr


Kursort


Dozent/in

Tobias Strunk


Kurse des Dozenten

Portrait

Datum Zeit Straße Ort
Mo. 06.08.2018 18:00 - 19:30 Uhr Kapuzinerstr. 15-17 Heilig-Geist-Hospital