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Programm / Programm / Gesellschaft / Geschichte, Zeitgeschehen
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Plätze frei Impulsgeber Rheinisches Technikum (10)

Mo. 08.04.2019 19:00 - 21:15 Uhr
Dozentin: Hilke Wiegers

Vom Werden eines international erfolgreichen Bildungsunternehmens

2018 gehört die Technische Hochschule mit seinen über 2600 Studierenden, rund 30 Studiengängen und zwei Standorten, in der Berlinstraße und in der Rochusallee, zu den repräsentativen Aushängeschildern der Stadt Bingen. Als privates Bildungsunternehmen des Berliner Regierungsbaumeisters Hermann Hoepke 1897 gegründet, durchlebte das "Rheinische Technikum Bingen" in den ersten Jahrzehnten seiner Geschichte so manche Höhen und Tiefen.

Die Historikerin Hilke Wiegers schildert in einem von vielen historischen Bildern unterlegten Vortrag über die frühen Jahre des Technikums, wie Hermann Hoepke gegen viele Widrigkeiten sein Bildungsunternehmen zum Erfolg führte, welche Turbulenzen das Verhältnis zwischen Bingern und Studierenden des Technikums barg und was das Schicksal für so manchen "Techniker" bereit hielt.

Das Kruzifix in Bayerns Amtstuben - wie religiös sollte Politik sein oder wie politisch Religion?

2019 ist wieder Evangelischer Kirchentag, dieses Mal in Dortmund - und wieder werden viele Politikerinnen und Politiker bei Veranstaltungen mit dabei sein, Andachten und Gottesdienste mitgestalten und mit den Teilnehmenden diskutieren. Doch nicht alle Politikerinnen und Politiker bekommen eine Einladung. Gerade jene bekommen keine, die sich doch besonders um das christliche Abendland bemühen - ist das richtig? Darf Kirche sich so klar politisch positionieren und dürfen Politikerinnen und Politiker so offen ihre religiöse Überzeugung zeigen? Sollten sie sich nicht vielmehr "neutral" verhalten? Und überhaupt: Sind solche Kirchentage wirklich noch Glaubensfeste, wie es die Evangelische Kirche gerne betont, oder nicht doch eher Plattformen für linke und grüne Politik? Und das ist jetzt nicht nur eine Frage, die sich für evangelische Menschen stellt. Die Kruzifixe in bayrischen Amtsstuben haben zu erheblichen Widersprüchen geführt, ebenso einzelne Verlautbarungen des katholischen Bischofs Marx während des bayrischen Landtagswahlkampfes. Auch weltweit geht es immer wieder um die Frage des rechten Verhältnisses von Politik und Religion - wenn sich buddhistische oder muslimische Politikerinnen und Politiker auf ihre Religion berufen, um Volksgruppen mit anderen religiösen Überzeugungen unter Druck zu setzen. Wenn im Nahen Osten das Militär gegen Regierungen putscht, die ein klares religiöses Profil haben und einen Gottesstaat anstreben. Da diese Debatten in der letzten Zeit an Schärfe zugenommen haben, kommen die Vertreterinnen der großen Religionsgemeinschaften (Judentum, Islam, Christentum, Buddhismus) vom Podium zu Wort. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern entsteht so hoffentlich eine interessante Debatte, wie ein gutes Verhältnis von Politik und Religion in unserem Land aussehen könnte und sollte.

Einführung: Olliver Zobel
Moderation: Dr. Ralf Kohl
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

In Zusammenarbeit mit der
Evangelischen Johannes¬
kirchengemeinde Bingen.


Einführung: Olliver Zobel
Moderation: Dr. Ralf Kohl
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

Plätze frei Goethes mineralogischer Ausflug nach Rüdesheim und Bingen (70)

Do. 21.03.2019 19:00 - 22:00 Uhr
Dozent: Prof.Dr. Manfred Beller

Der Vortrag eröffnet eine neue Sicht auf die volkstümliche Erzählung vom "Sankt Rochus-Fest zu Bingen" (1814). Drei Herren, der Weimarer Minister Goethe, der Berliner Komponist Zelter und der nassauische Oberbergrat Cramer, sind von Wiesbaden aus durch den Rheingau gefahren, um in Rüdesheim die Mineralien-Sammlung von Amtmann Götz zu besichtigen. Erst in Rüdesheim haben sie von der bevorstehenden Wallfahrt zur wiederaufgebauten Rochuskapelle erfahren.
Goethe hatte sich schon jahrzehntelang mit Bergbau, Gesteinskunde und Mineralien beschäftigt. Deshalb interessierten ihn zuerst die Formen und die Bodenbeschaffenheit der Landschaft am Strom und besonders die Quarzitfelsen am Fuße des Rochusbergs, die er zweimal aufgesucht hat. Die geologischen und mineralogischen Leitmotive charakterisieren die erst zwei Jahre später (1816) abgeschlossene Erzählung vom Rochusfest.