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Programm / Programm / Gesellschaft / Philosophie, Religion
Programm / Programm / Gesellschaft / Philosophie, Religion

Anmeldung möglich ErLesenes - Literatur im Gespräch (05)

Fr. 24.08.2018 (10:00 - 11:30 Uhr) - Fr. 11.01.2019
Dozentin: Dr. Monika Lippke

Novellen vom Naturalismus bis zur Gegenwart
Die Novelle ist eine kurze, spannende Erzählform, die laut Goethe eine "unerhörte Begebenheit" zum Gegenstand macht. In ihrer historischen Entwicklung ist sie eng mit der Tradition mündlichen Erzählens in größerer Runde verknüpft. Bestens geeignet also, um darüber auch heute in offener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
Ausgehend von unseren persönlichen Leseeindrücken erschließen wir gemeinsam die literatur- und kulturgeschichtliche Perspektive ausgewählter Novellen. Der Kurs setzt das letzte Semester fort, neue TeilnehmerInnen sind aber herzlich willkommen! Für sie gibt es zu Beginn einen kurzen Überblick zur Geschichte der Novelle bis ins 19. Jahrhundert.
Beim ersten Termin sprechen wir über Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel (1888). Die weiteren Texte, z.B. von Heinrich Mann, Arthur Schnitzler, Robert Musil, Martin Walser oder Hartmut Lange, werden nach Interessenlage der TeilnehmerInnen ausgewählt.

Plätze frei Einführung in die Philosophie (10)

Mo. 28.01.2019 (10:30 - 13:00 Uhr) - Mo. 25.02.2019
Dozent: Christopher Nixon

Walter Benjamin: "Über einige Motive bei Baudelaire"

Der Einsteigerkurs in die Philosophie richtet sich an alle, die am kritischen Denken und interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Thematische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Halbjährlich wechselt das Thema.
In seinem späten Essay zu Baudelaire - 1939, im Herbst des darauffolgenden Jahres geht Walter Benjamin (1892-1940) in den Freitod - unterzieht der jüdische Übersetzer, Essayist und Philosoph seinen "politischen Versprechungen der Medien-Utopie" (Gérard Raulet) aus dem vielzitierten Kunstwerke-Aufsatz eine Revision. Die dortige Zertrümmerung der Aura durch die technische Reproduktion (in Film und Fotografie) für die (antifaschistische) Politisierung des Ästhetischen hatte einen zu hohen Preis. Im Eingedenken, dem unwillkürlichen Erinnern zeigt Benjamin ein Gegenmodell und greift dabei auf literarische, psychologische und philosophische Schriften zurück: Baudelaire, Poe, Proust, Freud, Marx und Bergson.
80 Jahre nach Publikation dieses kongenialen Essays möchte ich mit Ihnen gemeinsam Stück um Stück den komplexen Denkzusammenhang erschließen, indem gerade diese intertextuellen Bezüge einbezogen werden sollen.
Zur Einführung empfehle ich einen Blick in das Benjamin-Handbuch, das bei J. B. Metzler erschienen ist.
Gérard Raulets Aufsatz "Chockerlebnis, mémoire involontaire und Allegorie" aus der "Zeitschrift für kritische Theorie" 2 (1996) stelle ich zusammen mit dem Baudelaire-Essay zu Kursbeginn online.
Die erste Sitzung möchte ich mit Dani Karavans Benjamin-Gedenkort beginnen (s. Foto). Im 35. Band des Jahrbuchs "Exilforschung" ist dazu ein Aufsatz erschienen (Verena Krieger, "Die Ambivalenz der Passage"), den ich ebenfalls online bereitstelle.
Senden Sie Fragen gerne an nixon@uni-mainz.de.

Das Kruzifix in Bayerns Amtstuben - wie religiös sollte Politik sein oder wie politisch Religion?

2019 ist wieder Evangelischer Kirchentag, dieses Mal in Dortmund - und wieder werden viele Politikerinnen und Politiker bei Veranstaltungen mit dabei sein, Andachten und Gottesdienste mitgestalten und mit den Teilnehmenden diskutieren. Doch nicht alle Politikerinnen und Politiker bekommen eine Einladung. Gerade jene bekommen keine, die sich doch besonders um das christliche Abendland bemühen - ist das richtig? Darf Kirche sich so klar politisch positionieren und dürfen Politikerinnen und Politiker so offen ihre religiöse Überzeugung zeigen? Sollten sie sich nicht vielmehr "neutral" verhalten? Und überhaupt: Sind solche Kirchentage wirklich noch Glaubensfeste, wie es die Evangelische Kirche gerne betont, oder nicht doch eher Plattformen für linke und grüne Politik? Und das ist jetzt nicht nur eine Frage, die sich für evangelische Menschen stellt. Die Kruzifixe in bayrischen Amtsstuben haben zu erheblichen Widersprüchen geführt, ebenso einzelne Verlautbarungen des katholischen Bischofs Marx während des bayrischen Landtagswahlkampfes. Auch weltweit geht es immer wieder um die Frage des rechten Verhältnisses von Politik und Religion - wenn sich buddhistische oder muslimische Politikerinnen und Politiker auf ihre Religion berufen, um Volksgruppen mit anderen religiösen Überzeugungen unter Druck zu setzen. Wenn im Nahen Osten das Militär gegen Regierungen putscht, die ein klares religiöses Profil haben und einen Gottesstaat anstreben. Da diese Debatten in der letzten Zeit an Schärfe zugenommen haben, kommen die Vertreterinnen der großen Religionsgemeinschaften (Judentum, Islam, Christentum, Buddhismus) vom Podium zu Wort. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern entsteht so hoffentlich eine interessante Debatte, wie ein gutes Verhältnis von Politik und Religion in unserem Land aussehen könnte und sollte.

Einführung: Olliver Zobel
Moderation: Dr. Ralf Kohl
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

In Zusammenarbeit mit der
Evangelischen Johannes¬
kirchengemeinde Bingen.


Einführung: Olliver Zobel
Moderation: Dr. Ralf Kohl
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

Plätze frei Kleine Poetenschule (04)

Di. 12.03.2019 (10:30 - 12:00 Uhr) - Di. 07.05.2019
Dozentin: Dr. Monika Lippke

Kleine Poetenschule

Wir treffen uns, um gemeinsam zu schreiben und zuhause Geschriebenes vorzulesen und zu besprechen. Geschichten – meist nach vorgegebenen Themen oder Schreibweisen – oder Gedichte, auch in Mundart.Themen nach Absprache und Interesse.

Plätze frei ErLesenes - Literatur im Gespräch (05)

Fr. 08.02.2019 (10:00 - 11:30 Uhr) - Fr. 07.06.2019
Dozentin: Dr. Monika Lippke

Haben auch Sie Freude daran, literarische Werke immer wieder neu zu entdecken? Weil dies am besten gemeinsam gelingt, treffen wir uns in bewährter, offener Atmosphäre, um über unsere Leseerfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Wir lesen bekannte und unbekannte literarische Werke verschiedener Gattungen und Epochen, von Stars und Sternchen der Literaturgeschichte. Unsere eigenen Perspektiven können sich im Austausch untereinander weiterentwickeln. Sie werden ergänzt durch Informationen zu den literatur- und kulturgeschichtlichen Kontexten des jeweiligen Werks. Wenn wir auf diese Weise die Literatur neu ins Leben holen, gibt es sicher manchen Schatz zu entdecken!
Wir starten beim ersten Termin mit Robert Seethaler: Ein ganzes Leben (2014). Die weiteren Texte werden aus einer Vorschlagsliste nach Interessenlage der Teilnehmer/innen ausgewählt.

Plätze frei Empfänger unbekannt - Szenische Lesung zum Holocaust-Gedenktag (20)

So. 27.01.2019 16:00 - 17:30 Uhr
Dozentin: Sibylle Brandl

Szenische Lesung zum Holocaust-Gedenktag
Der jüdische Max Eisenstein und sein Freund, der verheiratete Maler Martin Schulze, emigrieren nach dem Ersten Weltkrieg nach San Francisco und bauen dort erfolgreich eine Kunstgalerie auf. 1932 kehrt Martin mit seiner Familie nach Deutschland zurück, Max bleibt in den USA. Sie haben vor, die Galerie von Deutschland und den USA aus gemeinsam zu betreiben. Sind ihre Briefe zunächst von tiefer Freundschaft und Sehnsucht nach der gemeinsamen Zeit geprägt, so verändert sich allmählich der ton, parallel zu den politischen Entwicklungen in Deutschland - 1933 wird Hitler zum Reichskanzler ernannt.
In der Inszenierung durch ZWÖLFplusEINS lesen die Enkelinnen der beiden Männer den Briefwechsel: Die Amerikanerin, als sie die Geschäftsunterlagen ihres Großvaters durchsieht und realisiert, dass die "Eisenstein Galleries" ursprünglich "Schulze-Eisenstein Galleries" hieß, doch hat sie nur die Briefe des Deutschen - bis auf einen Brief ihres Großvaters. Den anderen Teil der Korrespondenz findet die Enkelin des Deutschen beim Restaurieren des Schreibtischs ihres Urgroßvaters in einem Geheimfach. Von seiner Nazi-Vergangenheit wusste sie nichts, es wurde nur erzählt, dass ihr Großvater relativ jung gestorben sei.

Das Freie Theater ZWÖLFplusEINS besteht seit 2006 und vereint Spielerinnen und Spieler zwischen 20-55 Jahren, die über eine hohe spielerische Ausbildung im Amateurbereich verfügen. ZWÖLFplusEINS ist die Kammerspielvariante der Truppe mit bis zu vier Spielern.

Regie/Spiel: Freies Theater ZWÖLFplusEINS aus Mainz, Bettina Hoffmann und Sibylle Brandl u.a.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen und dem Arbeitskreis Jüdisches Bingen.