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Programm / Programm / Kultur, Kreativität, Freizeit / Sprache, Literatur, Philosophie
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Anmeldung auf Warteliste Einführung in die Philosophie (10)

Mo. 28.01.2019 (10:30 - 12:30 Uhr) - Mo. 11.03.2019
Dozent: Christopher Nixon

Walter Benjamin: "Über einige Motive bei Baudelaire"

Der Einsteigerkurs in die Philosophie richtet sich an alle, die am kritischen Denken und interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Thematische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Halbjährlich wechselt das Thema.
In seinem späten Essay zu Baudelaire - 1939, im Herbst des darauffolgenden Jahres geht Walter Benjamin (1892-1940) in den Freitod - unterzieht der jüdische Übersetzer, Essayist und Philosoph seinen "politischen Versprechungen der Medien-Utopie" (Gérard Raulet) aus dem vielzitierten Kunstwerke-Aufsatz eine Revision. Die dortige Zertrümmerung der Aura durch die technische Reproduktion (in Film und Fotografie) für die (antifaschistische) Politisierung des Ästhetischen hatte einen zu hohen Preis. Im Eingedenken, dem unwillkürlichen Erinnern zeigt Benjamin ein Gegenmodell und greift dabei auf literarische, psychologische und philosophische Schriften zurück: Baudelaire, Poe, Proust, Freud, Marx und Bergson.
80 Jahre nach Publikation dieses kongenialen Essays möchte ich mit Ihnen gemeinsam Stück um Stück den komplexen Denkzusammenhang erschließen, indem gerade diese intertextuellen Bezüge einbezogen werden sollen.
Zur Einführung empfehle ich einen Blick in das Benjamin-Handbuch, das bei J. B. Metzler erschienen ist.
Gérard Raulets Aufsatz "Chockerlebnis, mémoire involontaire und Allegorie" aus der "Zeitschrift für kritische Theorie" 2 (1996) stelle ich zusammen mit dem Baudelaire-Essay zu Kursbeginn online.
Die erste Sitzung möchte ich mit Dani Karavans Benjamin-Gedenkort beginnen (s. Foto). Im 35. Band des Jahrbuchs "Exilforschung" ist dazu ein Aufsatz erschienen (Verena Krieger, "Die Ambivalenz der Passage"), den ich ebenfalls online bereitstelle.
Senden Sie Fragen gerne an nixon@uni-mainz.de.

Plätze frei Literaturcafé - Einzeltermin (01E)

Fr. 05.04.2019 10:00 - 12:15 Uhr
Dozentin: Dr. Petra Urban

Große Werke im Gespräch
Wer Worte sucht und findet, so die Litera-turwissenschaftlerin und Schriftstellerin Petra Urban, ist lebendig, ist im Fluss. Wo ich rede, da bin ich ...
Im Gespräch über Klassiker der Literatur - Romane, Novellen und Kurzgeschichten - wollen wir uns den großen, den ewigen Themen annähern, die da heißen: Liebe, Leidenschaft und Glück, aber auch Einsamkeit, Krankheit und Trauer.
In gemütlicher Runde wollen wir ins Gespräch kommen und die Lektüre mit Verstand und Herz auf das prüfen, was sie uns heute noch zu sagen hat. Ob sie gar, wie Franz Kafka es formuliert hat, zur Axt für das gefrorene Meer ins uns wird.
Der Kurs wendet sich an Menschen - akademisch gebildet oder nicht - die Lust verspüren, sich durch literarische Texte in neue Denk- und Gefühlsräume locken zu lassen. In diesem Kreis kann jede/r die Erfahrung machen: nicht nur das Lesen selbst, sondern gerade der gemeinsame Austausch über das Gelesene ist erhellend und horizonterweiternd. Genau das ist das Ziel unseres Literaturkreises: das erkundende Gespräch über die Lektüre, das die eigene Lesart ergänzt, manchmal verändert, in jedem Fall aber bereichert.

18,00 € Einzelveranstaltung
Titel und Termine:
08.02.19: Die Fastnachtsbeichte, Carl Zuckmayer;
05.04.19: Bei geschlossenen Türen, Jean Paul Sartre;
10.05.19: Das dicke Kind, Marie Luise Kaschnitz

Plätze frei Literaturcafé - Einzeltermin (01F)

Fr. 10.05.2019 10:00 - 12:15 Uhr
Dozentin: Dr. Petra Urban

Große Werke im Gespräch
Wer Worte sucht und findet, so die Litera-turwissenschaftlerin und Schriftstellerin Petra Urban, ist lebendig, ist im Fluss. Wo ich rede, da bin ich ...
Im Gespräch über Klassiker der Literatur - Romane, Novellen und Kurzgeschichten - wollen wir uns den großen, den ewigen Themen annähern, die da heißen: Liebe, Leidenschaft und Glück, aber auch Einsamkeit, Krankheit und Trauer.
In gemütlicher Runde wollen wir ins Gespräch kommen und die Lektüre mit Verstand und Herz auf das prüfen, was sie uns heute noch zu sagen hat. Ob sie gar, wie Franz Kafka es formuliert hat, zur Axt für das gefrorene Meer ins uns wird.
Der Kurs wendet sich an Menschen - akademisch gebildet oder nicht - die Lust verspüren, sich durch literarische Texte in neue Denk- und Gefühlsräume locken zu lassen. In diesem Kreis kann jede/r die Erfahrung machen: nicht nur das Lesen selbst, sondern gerade der gemeinsame Austausch über das Gelesene ist erhellend und horizonterweiternd. Genau das ist das Ziel unseres Literaturkreises: das erkundende Gespräch über die Lektüre, das die eigene Lesart ergänzt, manchmal verändert, in jedem Fall aber bereichert.

18,00 € Einzelveranstaltung
Titel und Termine:
08.02.19: Die Fastnachtsbeichte, Carl Zuckmayer;
05.04.19: Bei geschlossenen Türen, Jean Paul Sartre;
10.05.19: Das dicke Kind, Marie Luise Kaschnitz

Plätze frei Kleine Poetenschule (04)

Di. 12.03.2019 (10:30 - 12:00 Uhr) - Di. 07.05.2019
Dozentin: Dr. Monika Lippke

Kleine Poetenschule

Wir treffen uns, um gemeinsam zu schreiben und zuhause Geschriebenes vorzulesen und zu besprechen. Geschichten – meist nach vorgegebenen Themen oder Schreibweisen – oder Gedichte, auch in Mundart.Themen nach Absprache und Interesse.

Anmeldung möglich ErLesenes - Literatur im Gespräch (05)

Fr. 01.02.2019 (10:00 - 11:30 Uhr) - Fr. 07.06.2019
Dozentin: Dr. Monika Lippke

Haben auch Sie Freude daran, literarische Werke immer wieder neu zu entdecken? Weil dies am besten gemeinsam gelingt, treffen wir uns in bewährter, offener Atmosphäre, um über unsere Leseerfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Wir lesen bekannte und unbekannte literarische Werke verschiedener Gattungen und Epochen, von Stars und Sternchen der Literaturgeschichte. Unsere eigenen Perspektiven können sich im Austausch untereinander weiterentwickeln. Sie werden ergänzt durch Informationen zu den literatur- und kulturgeschichtlichen Kontexten des jeweiligen Werks. Wenn wir auf diese Weise die Literatur neu ins Leben holen, gibt es sicher manchen Schatz zu entdecken!
Wir starten beim ersten Termin mit Robert Seethaler: Ein ganzes Leben (2014). Die weiteren Texte werden aus einer Vorschlagsliste nach Interessenlage der Teilnehmer/innen ausgewählt.

Anmeldung auf Warteliste Kreatives Schreiben mit Sören Heim (07)

Do. 14.02.2019 (18:00 - 20:15 Uhr) - Do. 13.06.2019
Dozent: Sören Heim

Sie schreiben gerne. Sie haben in Ihrer Jugend Gedichte verfasst oder sich an Erzählungen versucht. Und dann ist Ihre Geschichte in der Schublade verschwunden, weil Sie sich nicht getraut haben, Ihre Texte Ihren Freunden und Bekannten vorzustellen. Schreibe ich gut? Berühren meine Texte auch andere?

Die Kunst des Schreibens ist individuell und fördert Innerstes zu Tage. Doch schreiben kann man lernen. Gewisse Kniffe, das literarische Handwerkszeug das hilft die eigene Ausdrucksweise zu finden, erarbeitet man oft besser gemeinsam. Genau das wollen wir im Kurs Kreatives Schreiben angehen. Im Dialog über selbstverfasste literarische Texte werden wir uns über unsere Ziele klar - was will ich ausdrücken? wie erreiche ich das am besten? und durch stilistische Übungen verfeinern wir unsere Fähigkeiten. Dabei ziehen wir auch den ein oder anderen Text "bedeutender" Autoren heran, um das Einmaleins erzählerischer Verfahrensweisen und stilistischer Mittel moderner Literatur kennen zu lernen.

Plätze frei Weiber, Wirtinnen und Heilige (11)

Sa. 27.04.2019 16:00 - 18:15 Uhr
Dozentin:

Auf den Spuren bekannter und weniger bekannter Frauen
Wir werden Hildegard von Bingen begegnen, Ida Dehmel-Coblenz, der in Bingen gebürtigen Muse des Jugendstils und GEDOK-Gründerin sowie Bekanntschaft mit der einst in Bingen lebenden Schriftstellerin und Journalistin Luise Schulze-Brück machen, so Gästeführerin Luise Lutterbach.
Diese ebenso informative wie unterhaltsame und mit Anekdoten gewürzte Zeitreise durch die weibliche Seite der Binger Geschichte führt durch die Vorstadt in die Binger Innenstadt und endet am Binger Krankenhaus, wo einst die Reichsgräfin von Kesselstatt, Schwester Elisabeth, legendäre Oberin der Borromäerinnen mit Heldinnenstatus, wirkte.
Teilnahme von Männern ausdrücklich erwünscht!
In Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bingen und des Landes Rheinland-Pfalz.

Plätze frei Treppauf, treppab durch Bingens Geschichte (12)

Sa. 15.06.2019 16:00 - 17:30 Uhr
Dozentin:

Eine wirklich bewegende Führung mit Gästeführerin Luise Lutterbach. Treppauf, treppab geht es über unterschiedlich in der Stadt verstreute Treppenanlagen um Einblicke in die Geschichte von Bingen zu gewinnen!
Bitte festes Schuhwerk anziehen und los geht’s an der Treppenanlage in der Winfriedstraße.

Anmeldung möglich 22. Binger Literaturschiff (Preiskategorie A) (30A)

Fr. 14.06.2019 18:15 - 22:45 Uhr
Dozent: Wladimir Kaminer

Schifffahrt Bingen-Loreley und zurück mit Lesungen
Am 14. Juni 2019 ist es wieder soweit. Das Binger Literaturschiff wird mit bekannten Autorinnen und Autoren auf eine literarische Reise zwischen Bingen und der Loreley gehen.

Bitte beachten Sie: Es werden auf dem Literaturschiff nummerierte Plätze in den Kategorien A-28,00 €, B-24,00 € und C-20,00 € vergeben. Eine Übersicht der freien Plätze finden Sie im Internet unter www.vhs-bingen.de - Programm. Der Vorverkauf startet am 15.10.2018

Rheinanlagen – Brücke 6, MS „Rhenus“
Abfahrt: 18.15 Uhr, Rückkehr: gegen 22.45 Uhr

Wladimir Kaminer:
Wurde 1967 in Moskau geboren. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und inzwischen erwachsenen Kindern in Berlin. Mit seiner Erzähl sammlung »Russendisko« sowie zahlreichen weiteren Bestsellern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.
Die Kreuzfahrer: Mit Witz und Neugier erzählt Wladimir Kaminer von seinen Erlebnissen als Kreuzfahrer.Ein Kreuzfahrtschiff ist eine ganz eigene Welt. Der Reisende betritt eine schwimmende Oase des Glücks mit Bar, Tanzabenden und dem reibungslosen Übergang von einer Mahlzeit in die nächste. Und natürlich mit jeder Menge neuer Bekanntschaften. Aber auch an Land gibt es viel zu entdecken: von Putin-Schokolade in St. Petersburg, über falsche Götter auf der Akropolis bis zu verrückten karibischen Taxifahrern. Und wer könnte schöner davon erzählen als Wladimir Kaminer, Kreuzfahrer aus Leidenschaft?

Sylvie Schenk:
Wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016) und Eine gewöhnliche Familie (2018).
Eine gewöhnliche Familie: Die Geschwister Cardin sind zu viert. Als Tante Tamara und Onkel Simon sterben, werden am Tag der Beerdigung jedoch nicht nur die Trennlinien zwischen den vier Geschwistern sichtbar, sondern die Gräben in der gesamten Familie. Die Verstorbenen waren es, die alle zusammenhielten. Nun hinterlassen sie neben Uneinigkeit vor allem eine Auseinander-setzung um das Erbe, die schon auf dem Weg zur Trauerhalle ihren Anfang nimmt. Die gefühlte Ungerechtigkeit in der Verwandtschaft ist außergewöhnlich groß – und genau darin ist diese französische Familie so ziemlich gewöhnlich.
Sylvie Schenk hat einen Roman geschrieben, der auf wenigen Seiten poetisch, klar und klug die Geheimnisse einer ganzen Familie ausleuchtet.

Christina Viragh:
Geboren 1953 in Budapest, kam mit sieben Jahren nach Luzern. Studium der Philosophie und Literatur. Seit den 1980er Jahren ist sie als Schriftstellerin und Übersetzerin tätig. Zahlreiche Publikationen, zuletzt erschienen die Romane Pilatus und Im April. Christina Viragh übersetzte u. a. Marcel Proust, Imre Kertész, Sándor Márai und Péter Nádas. Für ihre Übersetzung von Nádas’ Parallelgeschichten erhielt sie 2012 den Preis der Buchmesse Leipzig. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Rom.
Eine dieser Nächte: Es ist eine dieser Nächte, die man durcherzählen muss. Das zumindest findet Bill, der auf dem Flug von Bangkok nach Zürich neben Emma sitzt. Bill geht ihr gehörig auf die Nerven. Mit Donnerstimme erzählt er aus seinem Leben – und um sein Leben, und nicht nur Emma, sondern auch andere Passagiere sind gezwungen zuzuhören. Trotz ihres Widerstands werden sie aber alle, Emma, Michael, Stefan, Walter und ein Junge, ja, auch die japanische Familie in der hinteren Sitzreihe, vom Sog der Geschichten erfasst, wobei eigene Geschichten und Phantasien wachgerufen werden. Alle diese Geschichten fügen sich zu einem Reigen, bei dem sich ungeahnte Bezüge und Entsprechungen und ein geheimnisvoller Mittelpunkt herausschälen. Denn Bill beschwört sprachgewaltig Orte, Leute und seltsame Wesen herauf. Die zwölf Stunden dieser Flugnacht entwickeln einen gefährlichen Reiz und bekommen nicht allen gleich gut.


Moderation und Musik

Durch den Abend führt Satu Bode
Leiterin der Stadtbibliothek Bingen und begeisterte Leserin.

Das musikalische Rahmenprogramm gestalten Dietmar Göring (Klavier) und Sebastian Hamann (Saxophon) von der Musikschule Bingen.



Partner
Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadtbibliothek Bingen, die Stiftung Kultur im Landkreis Mainz-Bingen, die Buchhandlung Schweikhard und die Bingen-Rüdesheimer Fahrgastschifffahrt.

Anmeldung möglich 22. Binger Literaturschiff (Preiskategorie B) (30B)

Fr. 14.06.2019 18:15 - 22:45 Uhr
Dozent: Wladimir Kaminer

Schifffahrt Bingen-Loreley und zurück mit Lesungen bekannter Autor/innen

Am 14. Juni 2019 ist es wieder soweit. Das Binger Literaturschiff wird mit bekannten Autorinnen und Autoren auf eine literarische Reise zwischen Bingen und der Loreley gehen.

Bitte beachten Sie: Es werden auf dem Literaturschiff nummerierte Plätze in den Kategorien A-28,00 €, B-24,00 € und C-20,00 € vergeben. Eine Übersicht der freien Plätze finden Sie im Internet unter www.vhs-bingen.de - Programm. Der Vorverkauf startet am 15.10.2018

Rheinanlagen – Brücke 6, MS „Rhenus“
Abfahrt: 18.15 Uhr, Rückkehr: gegen 22.45 Uhr


Wladimir Kaminer:
Wurde 1967 in Moskau geboren. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und inzwischen erwachsenen Kindern in Berlin. Mit seiner Erzähl sammlung »Russendisko« sowie zahlreichen weiteren Bestsellern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.
Die Kreuzfahrer: Mit Witz und Neugier erzählt Wladimir Kaminer von seinen Erlebnissen als Kreuzfahrer.Ein Kreuzfahrtschiff ist eine ganz eigene Welt. Der Reisende betritt eine schwimmende Oase des Glücks mit Bar, Tanzabenden und dem reibungslosen Übergang von einer Mahlzeit in die nächste. Und natürlich mit jeder Menge neuer Bekanntschaften. Aber auch an Land gibt es viel zu entdecken: von Putin-Schokolade in St. Petersburg, über falsche Götter auf der Akropolis bis zu verrückten karibischen Taxifahrern. Und wer könnte schöner davon erzählen als Wladimir Kaminer, Kreuzfahrer aus Leidenschaft?

Sylvie Schenk:
Wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016) und Eine gewöhnliche Familie (2018).
Eine gewöhnliche Familie: Die Geschwister Cardin sind zu viert. Als Tante Tamara und Onkel Simon sterben, werden am Tag der Beerdigung jedoch nicht nur die Trennlinien zwischen den vier Geschwistern sichtbar, sondern die Gräben in der gesamten Familie. Die Verstorbenen waren es, die alle zusammenhielten. Nun hinterlassen sie neben Uneinigkeit vor allem eine Auseinander-setzung um das Erbe, die schon auf dem Weg zur Trauerhalle ihren Anfang nimmt. Die gefühlte Ungerechtigkeit in der Verwandtschaft ist außergewöhnlich groß – und genau darin ist diese französische Familie so ziemlich gewöhnlich.
Sylvie Schenk hat einen Roman geschrieben, der auf wenigen Seiten poetisch, klar und klug die Geheimnisse einer ganzen Familie ausleuchtet.

Christina Viragh:
Geboren 1953 in Budapest, kam mit sieben Jahren nach Luzern. Studium der Philosophie und Literatur. Seit den 1980er Jahren ist sie als Schriftstellerin und Übersetzerin tätig. Zahlreiche Publikationen, zuletzt erschienen die Romane Pilatus und Im April. Christina Viragh übersetzte u. a. Marcel Proust, Imre Kertész, Sándor Márai und Péter Nádas. Für ihre Übersetzung von Nádas’ Parallelgeschichten erhielt sie 2012 den Preis der Buchmesse Leipzig. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Rom.
Eine dieser Nächte: Es ist eine dieser Nächte, die man durcherzählen muss. Das zumindest findet Bill, der auf dem Flug von Bangkok nach Zürich neben Emma sitzt. Bill geht ihr gehörig auf die Nerven. Mit Donnerstimme erzählt er aus seinem Leben – und um sein Leben, und nicht nur Emma, sondern auch andere Passagiere sind gezwungen zuzuhören. Trotz ihres Widerstands werden sie aber alle, Emma, Michael, Stefan, Walter und ein Junge, ja, auch die japanische Familie in der hinteren Sitzreihe, vom Sog der Geschichten erfasst, wobei eigene Geschichten und Phantasien wachgerufen werden. Alle diese Geschichten fügen sich zu einem Reigen, bei dem sich ungeahnte Bezüge und Entsprechungen und ein geheimnisvoller Mittelpunkt herausschälen. Denn Bill beschwört sprachgewaltig Orte, Leute und seltsame Wesen herauf. Die zwölf Stunden dieser Flugnacht entwickeln einen gefährlichen Reiz und bekommen nicht allen gleich gut.


Moderation und Musik

Durch den Abend führt Satu Bode,
Leiterin der Stadtbibliothek Bingen und begeisterte Leserin.

Das musikalische Rahmenprogramm gestalten Dietmar Göring (Klavier) und Sebastian Hamann (Saxophon) von der Musikschule Bingen.

Kartenvorverkauf

Volkshochschule Bingen e.V.,
Tel.: 06721-12327 / Mail: service@vhs-bingen.de / Internet: www.vhs-bingen.de

Partner
Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadtbibliothek Bingen, den Kultursom¬mer Rheinland-Pfalz, die Stiftung Kultur im Landkreis Mainz-Bingen, die Buch¬handlung Schweikhard und die Bingen-Rüdesheimer Fahrgastschifffahrt.



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