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18.03.2021 15:29 Alter: 23 Tage

Schulabschluss-Kurse starten wieder in Präsenz: Weiterbildungsminister Konrad Wolf besucht VHS Bingen


Seit gestern ist die Durchführung von Präsenzveranstaltungen im Bereich der Schulabschlusskurse an Volkshochschulen und Mitgliedseinrichtungen der anerkannten Landesorganisationen der Weiterbildung wieder möglich. Weiterbildungsminister Konrad Wolf besuchte die Volkshochschule Bingen, um sich vor Ort über die Umsetzung der Kurse zu informieren und sich im Gespräch mit dem Leiter der Volkshochschule Bingen, René Nohr, Kursteilnehmenden und Lehrenden über die Erfahrungen der letzten Monate auszutauschen.

Die 17. Coronabekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz ermöglicht, dass u. a. Vorbereitungskurse für das Nachholen eines Schulabschlusses seit dem 8. März wieder in Präsenz stattfinden können. Weiterbildungsminister Konrad Wolf unterstreicht bei seinem Besuch die große Bedeutung des Präsenzunterrichts bei einem erfolgreichen Weiterbildungsprozess: „Bildung ist und bleibt die Voraussetzung für Chancengleichheit und Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben und für die Verwirklichung von Lebenszielen. Reale Begegnungen sind für das Lernen und für die Auseinandersetzung mit neuen Inhalten wichtig. Wir erleben Volkshochschulen als Orte des Dialoges und der Begegnung. Auch deshalb gehen wir hier vorsichtige Öffnungsschritte und starten mit einem der wichtigsten Angebote wieder in den Präsenzunterricht.“

Die Vorbereitungskurse für das Nachholen eines schulischen Abschlusses richten sich an Nichtschülerinnen und Nichtschüler, die einen Schulabschluss erwerben möchten, um sich etwa beruflich weiterzuentwickeln. Bei seinem heutigen Besuch des Vorbereitungskurses zur Erlangung eines qualifizierten Sekundarabschlusses I lernte Weiterbildungsminister Konrad Wolf zwölf Teilnehmende kennen, die im Rahmen eines Kompaktkurses täglich Unterricht haben. Seit dem 16. Dezember hatte dieser ausschließlich online stattgefunden und kann nun auf Grundlage eines Hygienekonzepts wieder in Präsenzform stattfinden. Ihre Prüfung werden die Teilnehmenden dann als Externprüfung vor einem staatlichen Prüfungsausschuss ablegen.

 

Der Leiter der Volkshochschule Bingen freut sich, dass der Vorbereitungskurs nach drei Monaten Online-Unterricht wieder in Präsenzform vor Ort in der vhs stattfinden kann. „Wir konnten direkt am ersten Tag des zweiten Lockdowns von Präsenz- auf Online-Unterricht umstellen. Das war wichtig, gerade für unsere kompakten Schulabschlusskurse, um den Prüfungstermin im Juni halten zu können. Viele der Teilnehmenden haben schon konkrete Ausbildungspläne für den Herbst und brauchen dafür den Schulabschluss. Dennoch gelingt Lernen in einer Gruppe, die gemeinsam an einem Ziel arbeitet, besser. Nach den Sommerferien bieten wir daher einen hybriden Vorbereitungskurs an, der die Vorteile aus Online- und Präsenzunterricht kombiniert.“

Das Land unterstützt die Grundbildungsangebote im Bereich der Schulabschlusskurse als auch im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung mit 1,6 Millionen Euro. Damit hat sich das Fördervolumen in der aktuellen Legislaturperiode verdreifacht und es können wesentliche Voraussetzungen für die Sicherung und den Ausbau guter Rahmenbedingungen einer Kultur der 2. Chance geschaffen werden. „Wir wollen Türen zur Bildung öffnen. Daher unterstützen wir die Kultur der 2. Chance, damit Menschen auch zu einem späteren Zeitpunkt ihres Lebens einen Schulabschluss nachholen können“, so Wolf.

„Die notwendigen Corona-Beschränkungen haben das gemeinsame Lernen vor Herausforderungen gestellt, aber auch einen Digitalisierungsschub in der Weiterbildung ermöglicht. Ich möchte mich bei allen Kursleitenden, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Weiterbildungseinrichtungen bedanken – sie haben in den vergangenen Monaten Flexibilität bewiesen, digitale Angebote ermöglicht und den Unterricht gemeinsam neu gedacht. Eine wichtige Aufgabe wird es zukünftig sein, digitale Lernformen und das Lernen in Präsenz so zu kombinieren, dass die Vorteile von beiden optimal genutzt werden können. Hier sehe ich die Weiterbildungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg“, so der Weiterbildungsminister.

Die aktuelle Coronabekämpfungsverordnung erlaubt neben Vorbereitungskursen für das Nachholen eines schulischen Abschlusses auch Präsenzkurse in Alphabetisierungs- und Grundbildungsmaßnahmen, sofern entsprechende Hygienekonzepte vorliegen.