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Programm / Programm / Gesellschaft / Philosophie, Religion
Programm / Programm / Gesellschaft / Philosophie, Religion

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Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Realität des Risikos (10007X)

Mo. 27.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Julian Nida-Rümelin

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck) in einer "Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper „Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren“.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Was ist Technik - und was ist der Mensch? (10012X)

Di. 16.11.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Armin Grunwald

Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden. Wortschöpfungen wie der homo creator als der schöpferische Mensch, der nachhaltige Mensch, der sich gegen äußere Einflüsse abschottende homo immunis, der homo deus (Harari) als der gottähnlich werdende Mensch, aber auch der auf ein biologisches Wesen reduzierte homo naturalis legen Zeugnis ab von den Verbindungen zwischen Mensch und Technik. Im Vortrag gehe ich diesen Verbindungen nach, beginnend historisch, jedoch mit Schwerpunkt auf gegenwärtigen Herausforderungen menschlicher Selbstverständnisse angesichts von Digitalisierung und Biotechnologie.

Armin Grunwald studierte Physik, Mathematik und Philosophie, wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Folgen technischer Entwicklungen, mit Technikphilosophie sowie nachhaltiger Entwicklung und hat dazu zahlreiche Bücher geschrieben. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hält dort auch eine Professur für Technikethik und Technikphilosophie. Seit 2002 berät er außerdem den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Plätze frei 15. Interreligiöses Gespräch: In Würde sterben - aber wie? (10800)

Do. 30.09.2021 19:00 - 21:30 Uhr in Freidhof 9
Dozentin: Dr. Mohammed Naved Johari

In Würde sterben - aber wie? Zur Debatte über die Sterbehilfe

"So, nach dieser Herz-OP ist ihr Herz jetzt wieder top fit und wird wohl noch schlagen, wenn sie längst tot sind" - eine nett gemeinte Aussage eines Arztes nach einer schwierigen OP. Die Patientin hat es aber eher verunsichert. Gewiss ist sie dankbar, dass sie sich im Hinblick auf ihr Herz keine Sorgen mehr machen muss - und doch war sie in einem Alter, in dem man ja doch Sterben vor Augen hat. Wie würde das jetzt noch gehen?

Eine kleine Begebenheit, die zeigt, dass der medizinische Fortschritt wirklich enorm ist. Doch dieser Fortschritt wirft dann auch neue Fragen und Ängste auf. Wenn das Leben immer wieder bewusst verlängert wird, liegt es dann an einem selbst auch zu sagen, wann dann und vor allem wie irgendwann auch einmal Schluss ist? Viele Menschen haben Angst, am Ende nur noch durch irgendwelche Maschinen am Leben gehalten zu werden und nicht sterben zu können. Patientenverfügungen und ein gutes Gespräch mit dem Hausarzt helfen da weiter. In den letzten Monaten hat die Diskussion über das selbstbestimmte Sterben und die aktive Sterbehilfe wieder an Fahrt aufgenommen. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung zur "geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" die Debatte weiter befeuert.

Nun herrscht in den Religionen eigentlich ein guter Konsens, dass das Leben auf Gott zurückgeht und damit letztlich ein Geschenk ist, über das der Mensch nicht so einfach verfügen sollte. Früher durften Menschen, die sich selbst das Leben genommen hatten, z.B. nicht auf den öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden. Das ist heute anders und trotzdem haben religiöse Gruppen weiterhin Vorbehalte gegenüber der aktiven Sterbehilfe. Und doch kommt aus dieser Richtung auch das Signal, dass man Menschen in ihrem Wunsch nach Sterben weiterhin begleiten will und dass auch kein Recht der Medizin auf Lebensverlängerung besteht.

Deswegen laden wir im diesjährigen Gespräch Vertreterinnen und Vertreter der großen Religionsgruppen in unserer Stadt ein, um miteinander über Chancen und Grenzen der Sterbehilfe zu sprechen. Erfahrungen der mobilen Hospizdienste werden den Einstieg bilden und so Fragestellungen und Herausforderungen formulieren, die wir dann auf dem Podium diskutieren werden - digital übertragen und mit den Möglichkeiten, auch von außen Fragen und Thesen zu dieser Debatte einzuspielen.

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim und der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

Einführung:
Dr. Maresa Biesterfeld
stellv. Vorsitzende der Hospizgruppe Ingelheim

Es diskutieren:
Dr. Mohammed Naved Johari (Islam),
Pfarrerin Nirmala Peters (evangelische Kirche),
Barbara Schoppmann (katholische Kirche)

Ablauf: Start am 30.9.2021, 19:00 Uhr im Ida-Dehmel-Saal (Freidhof 9; 55411 Bingen am Rhein).
• Kurze Begrüßung durch den Leiter der VHS
• Hinführung zum Thema durch Frau Dr. Maresa Biesterfeld (Prädikantin und Mitglied der Ingelheimer Hospizgruppe)
• Vorstellung des Podiums durch mich
• 3 x Impulse durch die Podiumsteilnehmenden (jeweils ca. 7 Minuten)
+ Barbara Schoppmann (Malteser-Hospizdienst)
+ Dr. Mohammed Naved Johari (Muslim)
+ Pfarrerin Nirmala Peters (Hospiz- und Trauerseelsorge im Christophorus-Hospiz Mainz-Drais)
• Gespräch auf dem Podium durch mich moderiert
• Öffnung zu den Teilnehmen für weitere Diskussionsbeiträge und Fragen
Dauer: ca. 90 Minuten

Anmeldung möglich Philosophie:Macht und Machine (10814)

Mo. 20.09.2021 (10:30 - 13:00 Uhr) - Mo. 25.10.2021
Dozent: Roberto Luis Ellis

Philosophie:Macht und Machine

Die Differenz angesichts aktuell verwendeter Kategorisierungmöglichkeiten, welcher unsere Welten ermöglicht, schließen häufig hierarchisch (a)priorisierende Strukturen ein, die zum Endigen der Wahrnehmbarkeit und Ausschließung vielerlei sonst möglicher Sichtweisen führt. Das Verwickeln und Etablierung dieser in gesellschaftliche Strukturen, wird von den so wahrnehmenden Subjekten selbst übernommen, verwaltet und perpetuiert. Bordieuschen und foucaultschen Mechanismen werden im Verlauf des Kurses entblättert, um u.a. Verständnisse der sogenannten “Biopower” am Ende antastbar zu lassen.

Plätze frei Philosophie:Generation und Widerstand (10815)

Mo. 08.11.2021 (10:30 - 13:00 Uhr) - Mo. 13.12.2021
Dozent: Roberto Luis Ellis

Philosophie:Generation und Widerstand

Nachdem wir uns mit sowohl dem Flucht des Daseins ins heideggersche Man als auch dem ana-lys-ierenden Blick des Anderen qua Sartre hinsichtlich des Umgangs mit der Angst beschäftigt haben, kehren wir erstmal zum Anfang des Jahrhunderts, um die Kraft, die Hannah Arendt und Simone de Beauvoir ausrufen zu sammeln und neu zu konstruieren. Henri Bergson gilt als eine der wichtigsten französischen Denker des 20. Jahrhunderts, der u.a. Denker*innen wie Jacque Lacan, Gilles Deleuze, Fèlix Guattari, Donna Harraway und Suely Rolnik inspiriert hat. Um mit dem obigen Vorhaben anzufangen, werden wir uns mit Ausschnitte aus seinen Werken Élan Vital und Schöpferische Entwicklung auseinandersetzen.

Plätze frei Philosophisches Café - Gesamtreihe (10820)

Mi. 15.09.2021 (17:45 - 20:00 Uhr) - Mi. 15.12.2021 in Freidhof 11
Dozentin: PD Dr. habil. Helke Panknin-Schappert

Das philosophische Café lädt Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Es werden Fragen, die uns im Alltag bewegen, mit Hilfe großer Philosophen wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant beantwortet. Dabei wird deutlich, dass Philosophie keine entlegene Wissenschaft ist, sondern Hilfe und Orientierung bietet.
Die einzelnen Veranstaltungen des philosophischen Cafés stellen thematisch abgeschlossene Einheiten dar und können auch einzeln von allen Altersgruppen besucht werden. Es werden philosophische Texte gemeinsam gelesen und diskutiert.

Termine:
15.09.2021: Hat das alles einen Sinn?
24.11.2021: Gelingendes Leben im Alter
15.12.2021: Ist der Mensch ein bloßes Produkt der Evolution?

Die ausführliche Beschreibung der einzelnen Termine finden Sie bei den einzelnen Kurstagen.

Anmeldung möglich Philosophisches Café - Gelingendes Leben im Alter (10820B)

Mi. 24.11.2021 17:45 - 20:00 Uhr
Dozentin: PD Dr. habil. Helke Panknin-Schappert

Das philosophische Café lädt Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Es werden Fragen, die uns im Alltag bewegen, mit Hilfe großer Philosophen wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant beantwortet. Dabei wird deutlich, dass Philosophie keine entlegene Wissenschaft ist, sondern Hilfe und Orientierung bietet.
Die einzelnen Veranstaltungen des philosophischen Cafés stellen thematisch abgeschlossene Einheiten dar und können auch einzeln von allen Altersgruppen besucht werden. Es werden philosophische Texte gemeinsam gelesen und diskutiert.

24.11.2021:
Gelingendes Leben im Alter
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Wir erleben das Älterwerden nicht nur an unseren Eltern und Großeltern, sondern auch an uns selbst. Mit dem Älterwerden sind jedoch nicht alleine Nachteile verbunden: Die verlängerte Lebenszeit gibt die Möglichkeit, der Sorge um sich selbst und der Frage nach einem gelingenden Leben nachzukommen. Wie können wir uns den Herausforderungen des Älterwerdens stellen? Wie sieht ein gelingendes Leben überhaupt aus und können wir es erreichen?
Das philosophische Café gibt Antworten, ob das Leben jenseits des Jugendwahns auch im Alter gelingen kann und überlegt, wie die Voraussetzungen für ein würdevolles Alter aussehen können.

Anmeldung möglich Philosophisches Café - Ist der Mensch ein bloßes Produkt der Evolution? (10820C)

Mi. 15.12.2021 17:45 - 20:00 Uhr
Dozentin: PD Dr. habil. Helke Panknin-Schappert

Das philosophische Café lädt Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Es werden Fragen, die uns im Alltag bewegen, mit Hilfe großer Philosophen wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant beantwortet. Dabei wird deutlich, dass Philosophie keine entlegene Wissenschaft ist, sondern Hilfe und Orientierung bietet.
Die einzelnen Veranstaltungen des philosophischen Cafés stellen thematisch abgeschlossene Einheiten dar und können auch einzeln von allen Altersgruppen besucht werden. Es werden philosophische Texte gemeinsam gelesen und diskutiert.

15.12.2021:
Ist der Mensch ein bloßes Produkt der Evolution?
Charles Darwin (1809-1882), sein Werk und seine Wirkungsgeschichte lösten eine Revolution der Denkungsart aus: Die Evolutionsbiologie verkündete ein neues Bild von der Natur und dem Menschen, das mit religiösen Vorstellungen einer Schöpfung und einer damit verbundenen exponierten Stellung des Menschen unvereinbar schien. Die Entstehung der Arten, ihre Vielfalt und ihre Veränderung erklärt Darwin nicht als Werk Gottes, sondern als Naturgesetz. Kein Wunder, dass die Evolutionstheorie unter den Generalverdacht des Atheismus gestellt wurde und bis heute zwischen Kirchenvertretern und Evolutionsforschern Streit schürt.
Das philosophische Café führt in die zentralen Gedanken der Evolutionstheorie ein und prüft diese auf ihre Tragfähigkeit.