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Programm / Programm / Gesellschaft / Länderkunde, Geographie
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Plätze frei Mein Weg nach Jerusalem zu Fuß (10010)

Do. 23.09.2021 19:00 - 21:15 Uhr in Freidhof 9
Dozent: Stefan Spangenberg

Mein Weg nach Jerusalem zu Fuß
283 Tage - 5.600 km - 10 Länder - 2 Kontinente

Das hätte der in der DDR aufgewachsene Stefan Spangenberg als junger Mann niemals zu träumen gewagt, dass er jemals in seinem Leben ein solches Abenteuer unternehmen kann.
Am 6. Mai 2018 bricht der 59-jährige Spangenberg im rheinland-pfälzischen Ingelheim auf, um sich den größten Traum seines Lebens zu erfüllen. Er wollte schon immer mal eine ganz besondere Herausforderung, etwas Außergewöhnliches machen. Warum nicht nach Israel laufen? Dabei will er seinen eigenen Weg finden und seine eigenen Grenzen austesten. Das hat auch viel mit seiner einengenden Kindheit in der DDR zu tun.
Spangenberg will auf seiner knapp 6.000 km langen Strecke mit den Menschen entlang seines Weges ins Gespräch kommen, will ihre Kultur kennenlernen, will sehen, wie sie leben und dazu beitragen, Vorurteile abzu-bauen. Dazu hat er im Vorfeld 4 Jahre Türkisch gelernt und wird auch die Binger Partnerstadt Anamur besuchen.

Erfahren Sie in dem Vortrag von berührenden Begegnungen mit offenherzigen und hilfsbereiten Menschen, von unberührter Natur, der eigenen Welt auf dem Berg Athos und lebensbedrohlichen Situationen mit wilden Hunden. Erleben Sie mit Spangenberg, wie es sich anfühlt, wenn ihm in Mazedonien von einem Herzspezialisten dringend geraten wird, die Reise abzubrechen und wie zermürbend es ist, tagelang im strömenden Regen ohne richtiges Quartier unterwegs zu sein.
Kurz vor seinem Ziel stürzt Spangenberg in eine tiefe Krise und stellt alles in Frage.
Am 12. Februar 2019 erreicht Stefan Spangenberg, nach 283 Tagen und 5.600 km, sein Ziel, das Damaskustor in Jerusalem.
In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Bingen-Anamur

Plätze frei Ausstellung: Postsowjetische Lebenswelten (10120)

Di. 26.10.2021 (08:00 - 20:00 Uhr) - Fr. 17.12.2021 in Freidhof 11
Dozentin:

Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus. Eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Internetplattform dekoder.org.

Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Ausgangspunkt der Ausstellung "Post-sowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus". Die Schau widmet sich dem historischen Wandel, den die fünfzehn Nachfolgestaaten seitdem durchlaufen haben. Geographisch reicht der Blick damit von Osteuropa über den Kaukasus bis nach Zentralasien. Er schließt Staaten ein, deren Größe und Einwohnerzahl, Nationalgeschichte und kulturelle Prägungen, aber auch wirtschaftliche Ausgangspositionen kaum unterschiedlicher sein könnten. Umso eindrücklicher sind die Gemeinsamkeiten, die den Alltag dieser Gesellschaften vor allem in den 1990er Jahren prägten.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf den sozialen Ausnahmezustand jenes Jahrzehnts, in dem die Menschen den Härten des Staatszerfalls und einem Markt ohne Recht ausgeliefert waren. Sie nimmt die Lebensverhältnisse in den Blick und macht die Wanderungsbewegungen sichtbar, die Menschen auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand die Heimat verlassen ließen. Der Raubzug der Mafia und die Selbstbereicherung früherer Funktionäre, die das Staatseigentum privatisierten, sind ebenso Themen, wie die ethnischen Konflikte und regionalen Kriege, die häufig mit dem russischen Hegemoniestreben verbunden waren und sind.

Die Schau zeigt, wie mit Geschichte aber auch mit Religion Politik gemacht wird, wie der demokratische Aufbruch gelang, aber auch wie neue Autokratien entstanden. Medien- und Öffentlichkeit, Konsum- und Popkultur, ökologische Altlasten, die Frauenemanzipation sowie bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der Digitalisierung werden ebenso auf den 20 Ausstellungstafeln dargestellt.

Das Konzept der Ausstellung sowie deren Texte stammen von Jan C. Behrends vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Der Osteuropahistoriker hat gemeinsam mit dem Kurator der Ausstellung Ulrich Mählert die 130 zeithistorischen Fotos ausgewählt, die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Unterstützt wurden sie dabei von Cora Litwinski (ZZF). Die Gestaltung der Ausstellung besorgte der Leipziger Grafiker Thomas Klemm.

Herausgeber: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Internetplattform dekoder.org.

Plätze frei Studienreise: Aserbaidschan (11010)

Do. 16.09.2021 (08:00 - 20:00 Uhr) - Fr. 24.09.2021
Dozent: Wilfried Knuth

Aserbaidschan
8-tägige Studienreise / 16.09. bis 23.09.2021

Aserbaidschan ist ein geheimnisvolles Land, in dem Morgen- und Abendland aufeinander treffen. Sein historisches, kulturelles und landschaftliches Erbe ist mehr als beeindruckend. Es erwarten Sie bei der Studienreise deutschsprachige Stadtführungen in Baku, Schamachi und Scheki. Sie erhalten Informationen aus erster Hand und besichtigen zahlreiche Sakralbauten, den zoroastrischen Jungfrauenturm, den Shirvan-Palast und das Teppichmuseum in Baku; den zoroastrischer Feuertempel in Surachani; den drologischen Park in Mädäkän; Karawansereien, Moscheen und Bäder in Qala; den Brennende Berg bei Digah;die Freitagsmoschee und Mausoleen auf dem Friedhof in Schamachi; den Khan-Sommerpalast in Scheki; das ehemalige Zentrum der albanischen christlichen Kirche in Nic; und die antike Stadt Qäbälä.

Leistungen: Linienflug von Frankfurt nach Baku, acht Übernachtungen in 4* Hotels mit Halbpension, deutschsprachige örtliche Reiseleitung, Halbpension, Transfer mit dem modernen Reisebus zu allen Programmpunkten, deutschsprachige Stadtführungen, alle Eintritte und Führungen. Ein ausführlicher Prospekt ist in der VHS-Geschäftsstelle erhältlich.
U 11010 - Leitung: Wilfried Knuth
Reisepreis: ca. 1.625,00 € bei Unterbringung im Doppelzimmer, EZ-Zuschlag 202,00 €

Anmeldung möglich Semestereröffnung: Deutschland 2050 - Wie der Klimawandel unser Leben verändert (11500)

Fr. 17.09.2021 19:00 - 21:45 Uhr in Freidhof 11
Dozent: Nick Reimer

Semestereröffnung
"Deutschland 2050 - Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird"

Gespräch mit Autor Nick Reimer und einem Impuls von Poetry-Slammerin und Klimaaktivistin Inga Thao My Bui

Aprikosen aus Hamburg, Kühlräume für Berlin und Hochleistungskühe im Hitzestress.

Spätestens die Hitzesommer 2018 und 2019 sowie die auch 2020 anhaltende Trockenheit haben es deutlich gemacht: Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt - hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? Selbst wenn es Deutschland und der Welt gelingen sollte, den Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahrzehnten drastisch zu reduzieren - bereits jetzt steht fest: Das Klima in Deutschland verändert sich. Im Jahr 2050 wird es bei uns im Durchschnitt mindestens zwei Grad Celsius wärmer sein. Was sind die praktischen Konsequenzen dieses Temperaturanstiegs? Wie wird unser Leben in Deutschland in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts konkret aussehen, wenn es immer heißer, trockener und stürmischer wird? Welche Anpassungen werden nötig und möglich sein? In seinem neuen Buch gibt der Autor Nick Reimer mit seinem Co-AutorToralf Staud konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsfeldern schildern sie, wie wir in dreißig Jahren arbeiten, essen, wirtschaften und Urlaub machen. Welche neuen Krankheiten uns zu schaffen machen. Wie sich unsere Landschaft, unsere Wälder, unsere Städte verändern. Entstanden ist eine aufrüttelnde Zeitreise in die Zukunft: Selbst wenn wir den Klimawandel noch bremsen können, wird sich unser Land tiefgreifend verändern. Ohne verstärkten Klimaschutz jedoch wird Deutschland 2050 nicht wiederzuerkennen sein.

"Krieg ist ein Grund für das Ergreifen einer Flucht, was aber passiert, wenn die Natur nach Rache ruft?" Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit, so sieht es auch Inga Thao My Bui (@meinnameistmy). Die Klimaaktivistin ist Mitbegründerin der Students for future Mainz und wird einen Impuls-Text zum Thema vortragen.

Nick Reimer, geboren 1966, studierte Energieverfahrenstechnik, volontierte bei der Berliner Zeitung und war 2000 bis 2011 Wirtschaftsredakteur bei der taz. Seitdem schreibt er u.a. für Zeit online über Klima- und Umweltthemen. Für den Blog Klima-Lügendetektor.de erhielt er 2012 den Otto-Brenner-Preis. Seit 2014 hat er einen Lehrauftrag für Nachhaltigkeit und Journalismus an der Universität Lüneburg.

Inga Thao My Bui studiert Spanisch und kath. Religionslehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort hat sie im August 2019 die Hochschulgruppe Students For Future Mainz mitgegründet und ist seit Mai 2020 auch auf der Bundesebene von Students For Future als gewählte Koordinatorin aktiv. Neben ihrem Klimaaktivismus schreibt sie Gedichte, um so Themen wie Klima und Gerechtigkeit in die Gesellschaft zu tragen.

Die Semestereröffnung wird je nach Infektionsgeschehen entweder hybrid oder rein online durchgeführt.

Anmeldung möglich Die Welt von morgen: Fahrradexkursion (11511)

Sa. 25.09.2021 10:00 - 14:00 Uhr in VHS Bingen Hauptgebäude
Dozentin: Lisa Christmann

Die Welt von morgen - Geführte Radexkursion
Fahrradtour zu Energie- und Klimaschutzprojekten der Stadt Bingen
Unterwegs in die Welt von morgen

Der Klimawandel ist aktueller denn je, die Klimaziele der Bundesregierung ambitioniert. Doch wie läuft die Umsetzung der Klimaziele auf kleinster Ebene in der Praxis, also in der Kommune? Die Radtour zeigt in verschiedenen Stationen rund um den Rochusberg, wie sich die Stadt Bingen den Herausforderungen des Klimawandels stellt und welche Energie- und Klimaschutzprojekte bereits realisiert wurden bzw. zukünftig entstehen sollen. Dabei wird das Thema Versorgung mit Erneuerbaren Energien, effiziente Anlagentechnik und nachhaltige Bauweise und Gebäudebegrünung ebenso behandelt wie das Thema Elektromobilität.
Die Tour beginnt um 10 Uhr in Gaulsheim und verläuft einmal um den Rochusberg bis sie etwa gegen 14 Uhr in Büdesheim endet.
Mitzubringen ist ein kleines Lunchpaket mit Essen und Trinken für die Tour sowie ein funktionstüchtiges Fahrrad. Bei schlechtem Wetter wird die Tour eine Woche später nachgeholt.
In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt Bingen, Lisa Christmann.

Zum Projekt: Die Welt von morgen
Die Zukunft stellt uns vor zahlreiche Herausforderungen. Viele drängende Fragen wurden in der Berichterstattung von der Corona-Pandemie überlagert, die Probleme sind aber keineswegs verschwunden oder gelöst.
Der Klimawandel und die Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft sind zwei Tatsachen, die unser aller Leben beeinflussen und verändern werden. Wie können und wollen wir diesen Herausforderungen begegnen? Wie wollen wir in der Welt von Morgen leben? Diesen Fragen wollen wir uns in diesem Semester stellen. Dabei möchten wir dem Pessimismus, mit dem viele auf globale Probleme blicken, positive Utopien und Empowerment entgegensetzen und gemeinsam in Form von Podien, Gesprächen, kreativen Workshops, Exkursionen und Thinktanks Lösungsansätze diskutieren, entwerfen und anstoßen.

Das Projekt findet im Rahmen innovativer Formate der politischen Erwachsenenbildung statt und wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.