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Programm / Programm / Gesellschaft / Philosophie, Religion

Veranstaltung "Spaziergang der Sinne" (Nr. 10402) ist für Anmeldungen nicht freigegeben.

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Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Europäische Öffentlichkeit und demokratische Kommu (10106X)

Mi. 09.10.2024 18:30 - 20:00 Uhr in Online
Dozentin: Hélène Miard-Delacroix

Europa hat viele Öffentlichkeiten, aber keine gemeinsame. So eine der geläufigen Gegenwartsdiagnosen, wenn es um das aktuelle Befinden unseres Kontinents geht.
Woran aber liegt es, dass Europa auch nach mehr als 70 Jahren des institutionellen Zusammenwachsens keine gemeinsame Öffentlichkeit auf die Beine gestellt bekommt?
Liegt es am Mangel an einer gemeinsamen Sprache, fehlt es an einer gemeinsamen Publizistik, an Medien, die das Nationale überwinden und gezielt gesamteuropäische Fragen thematisieren, braucht es eine gemeinschaftlich-öffentliche Sphäre jenseits der Institutionen der Union?
Über das spannungsvolle Verhältnis von Europäischer Öffentlichkeit und demokratischer Kommunikation diskutieren Hélène Miard-Delacroix, Bartosz Wielinski und Julian Müller.
 
Hélène Miard-Delacroix ist Professorin für Geschichte und Kultur des zeitgenössischen Deutschlands an der Sorbonne Université.
Bartosz T. Wielinski ist stellvertretender Chefredakteur der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza.
Julian Müller ist Soziologe und derzeit Gastprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Villa Vigoni, der Gerda-Henkel Stiftung und der Stiftung Genshagen statt.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Die Hirsche von Lascaux (10108X)

Mi. 13.11.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Online
Dozent: Constantin Rauer

Anhand von 100 Abbildungen werden die Gravuren und Gemälde von Lascaux vorgestellt. Dabei geht es zunächst um die bildarchitektonische Aufteilung der Höhle und die symbolische Funktion der einzelnen Räume.
Eine zentrale Bedeutung kommt den Wiedergeburten von Getöteten – Tieren und Menschen – zu.
Diesen gelten die Zeremonien der beiden Magier, deren Kulthandlungen und Visionsreisen durch das Reich der Totengeister auf den Bildern zu sehen sind.
Ein besonderes Augenmerk gilt den Hirsch-Mythen der 88 Hirschdarstellungen. Jeder Raum beinhaltet eine zentrale Hirsch-Szene. Miteinander verbunden stellen sie eine Erzählung dar .
Am Beispiel von Lascaux können die animistischen Glaubensvorstellungen der Steinzeit nachvollzogen werden. 

Constantin Rauer ist ein deutscher Philosoph, Religions- und Kulturwissenschaftler.
Seit 15 Jahren arbeitet er an einer semiologischen Entschlüsselung der inhaltlichen, insbesondere religiösen Bedeutung der Höhlenmalerei und Eiszeitkunst.
Zu Lascaux ist von ihm 2017 „Lascaux oder Die Geburt der Ethik“ in der Prähistorischen Zeitschrift erschienen.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Medizinethik – Ethische Fragen (10801X)

Di. 08.10.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Online
Dozentin: Alena Buyx

Schwierige Entscheidungen am Krankenbett, die ethischen Implikationen neuester Forschungsergebnisse bis hin zur Beratung der großen Politik: Medizinethik – was ist das eigentlich?
Im Vortrag werden verschiedene Handlungsbereiche und Themenfelder vorgestellt und anhand aktueller Fälle diskutiert.

Alena Buyx ist Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien und Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin (IGEM) an der Technischen Universität München (TUM).
Ihre Forschung umfasst den gesamten Bereich der biomedizinischen und öffentlichen Gesundheitsethik und Fragen der Solidarität und Gerechtigkeit.
Sie ist Mitglied mehrerer hochrangiger nationaler und internationalen Ethikgremien, sowie der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
2016 wurde sie in den Deutschen Ethikrat berufen und war von 2020 bis Sommer 2024 dessen Vorsitzende.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der acatech statt.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Der elektronische Spiegel: (10802X)

So. 03.11.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Online
Dozentin: Manuela Lenzen

Während Künstliche Intelligenz (KI) landauf, landab diskutiert wird, ist kaum bekannt, dass die klugen Maschinen nie nur dazu da waren, uns langweilige oder gefährliche Arbeit abzunehmen.
Sie waren von Beginn an Hypothesen über das Funktionieren des Geistes, elektronische Spiegel, in deren Zerrbild der Mensch nur umso besser erkennen kann, was Intelligenz ausmacht und was ganz offensichtlich nicht.
Am Beginn der Künstliche-Intelligenz-Forschung stand die Vorstellung, man müsse das menschliche Denken nur genau genug beschreiben, um intelligente Maschinen bauen zu können.

70 Jahre später hat sich Ernüchterung eingestellt: Die größten Herausforderungen bestehen nicht darin, im Schach zu gewinnen oder in Gedanken geometrische Figuren zu drehen, sondern in etwas so schwer Greifbarem wie Flexibilität, Kreativität und gesundem Menschenverstand; darin, eine Situation zu verstehen und angemessen zu reagieren.

Manuela Lenzen hat in Philosophie promoviert und schreibt als freie Wissenschaftsjournalistin über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Kognitionsforschung.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Kant: Die Revolution des Denkens (10803X)

Do. 14.11.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Online
Dozent: Marcus Willaschek

Kants „Kritik der reinen Vernunft“ ist ein Meilenstein der Geistesgeschichte, weil sie ein neues Verständnis unseres menschlichen Standpunkts in der Welt entwickelt.
Kant nennt das seine „Revolution der Denkart“. Sie besteht in der Einsicht, dass ein objektives Bild der Welt sich nicht allein aus den Eigenschaften der erkannten Dinge ergibt, sondern auch aus der Funktionsweise menschlicher Erkenntnis.
Manche Aspekte unseres Weltbildes, etwa Raum und Zeit, gehen Kant zufolge nicht auf Eigenschaften der Welt selbst zurück, sondern auf den menschlichen Geist. Trotzdem sind sie objektiv gültig, weil sie ein objektives, für alle Menschen gültiges Bild der Realität erst möglich machen.
Dieser revolutionäre Gedanke einer „Objektivität des menschlichen Standpunktes” ist nicht nur für Kants Erkenntnistheorie, sondern auch für seine Ethik und Ästhetik grundlegend.

Der Philosoph Marcus Willaschek erklärt in seinem Vortrag Kants Revolution des Denkens auf anschauliche und verständliche Weise und gibt so einen guten Einblick in die Grundlagen der kantischen Philosophie
Marcus Willaschek ist ein international führender Kant-Experte und Professor für Philosophie in Frankfurt am Main. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Harvard und Berkeley.
2023 erschien von ihm bei C.H. Beck eine vielbeachtete Publikation zu Kant.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Der Architekt des Islamismus: (10804X)

Do. 21.11.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Online
Dozentin: Gudrun Krämer

Die Muslimbrüder gehören seit ihrer Gründung im Jahr 1928 zu den einflussreichsten islamischen Bewegungen der Gegenwart, auf die sich islamische Aktivisten von der palästinensischen Hamas bis zur türkischen AKP beziehen.
Auf der Grundlage vielfältiger, bislang kaum ausgeschöpfter arabischer Quellen zeigt Gudrun Krämer, wie der Gründer der Muslimbruderschaft, Hasan al-Banna, aus einem sufisch inspirierten Bildungs- und Wohltätigkeitsverein eine Massenorganisation mit Hunderttausenden von Anhängern schuf, die unter Berufung auf die Religion Politik machte.
Neben einem eigenen Zweig der Muslimschwestern entstand im Schatten des Zweiten Weltkriegs auch ein Geheimapparat. Ende 1948 wurde die Muslimbruderschaft verboten, wenig später fiel al-Banna einem Attentat zum Opfer.
Noch heute dient er nicht-jihadistischen Islamisten als Referenz.
Gudrun Krämer erhellt die ideengeschichtlichen Grundlagen, das soziale Umfeld und den politischen Kontext der Bewegung, porträtiert Mitstreiter und Gegner und erschließt anhand der Biographie Hasan al-Bannas eindrucksvoll ein Schlüsselkapitel in der Geschichte des modernen Islam.

Gudrun Krämer war bis zu ihrem Ruhestand Professorin für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Direktorin der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, des Wissenschaftsrats und Mitherausgeberin der Encyclopaedia of Islam Three. 2010 wurde sie mit dem Gerda Henkel Preis ausgezeichnet. Bei C.H.Beck erschienen von ihr u.a. die Standardwerke „Geschichte Palästinas“ (2015) und „Geschichte des Islam“.

Plätze frei Philosophie:Karl Marx-ein Philosoph? (10814)

Mo. 26.08.2024 (10:30 - 13:00 Uhr) - Mo. 07.10.2024 in Freidhof 11
Dozent: Roberto Luis Ellis

Philosophie:Karl Marx-ein Philosoph?
Obwohl Karl Marx in der Philosophie promovierte, ist es alles andere als selbstverständlich, ihn auch als solchen zu lesen. Das hat gute Gründe: war es doch Marx selbst, der in seiner berühmten elften These über Feuerbach proklamiert, die "Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern." Wir wollen in diesem Kurs der Frage nachgehen, ob diese und ähnliche Aussagen tatsächlich eine Abwendung von der Philosophie bedeuten und was Philosophinnen und Philosophen aus ihnen lernen können. Wir wollen uns dazu mit ausgewählten Textstellen aus dem Früh- und Spätwerk befassen.

Plätze frei Philosophie:Alterität oder Xenologie? Das Selbst und das Andere (10815)

Mo. 28.10.2024 (10:30 - 13:00 Uhr) - Mo. 09.12.2024 in Freidhof 11
Dozent: Roberto Luis Ellis

Philosophie:Alterität oder Xenologie? Das Selbst und das Andere
Die Verständnisse, Begrifflichkeiten und Narrative, die unser Verhältnis zum Anderen bestimmen, stehen im Wechselverhältnis mit denen, die wir verwenden, um uns selbst zu verstehen. Gleichzeitig ist die Differenz und Hierarchie zwischen Menschen in aller Welt institutionalisiert und systematisiert, was zu allerlei Ungleichheiten führt. So stellen wir uns die Frage: Kann das Nachdenken darüber, wie Unterschiede hergestellt werden, uns helfen, einen besseren Umgang mit uns selbst und den anderen zu finden? Die Diskussionen dieses Kurses werden aus einer diversen Lektüre-Reihe gespeist. In Betracht kommen: Edmund Husserl, Thomas Fuchs, Barry Stevens und Carl Rogers, Duala M’Bedy, Bernhard Waldenfels, Benedict Anderson u.a.

Plätze frei Philosophisches Café - Ist der ewige Friede eine Utopie oder ein Ideal? (10820A)

Do. 05.09.2024 17:45 - 20:00 Uhr in Gaustraße 20
Dozentin: PD Dr. habil. Helke Panknin-Schappert

Das philosophische Café lädt Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Es werden Fragen, die uns im Alltag bewegen, mit Hilfe großer Philosophen wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant beantwortet. Dabei wird deutlich, dass Philosophie keine entlegene Wissenschaft ist, sondern Hilfe und Orientierung bietet.
Die einzelnen Veranstaltungen des philosophischen Cafés stellen thematisch abgeschlossene Einheiten dar und können auch einzeln von allen Altersgruppen besucht werden. Es werden philosophische Texte gemeinsam gelesen und diskutiert.

Termin: 05.09.2024: Ist der ewige Frieden eine Utopie oder ein realistisches Ziel?

Der Ukrainekrieg und der Angriff der Hamas auf Israel haben gezeigt, dass der Friede leider keine Selbstverständlichkeit ist. Ist der Friede ein Ideal, das realistisch angestrebt werden soll oder ist es eine unrealisierbare Utopie?
Das philosophische Café diskutiert in knapper Form die Bedingungen zum ewigen Frieden, die Immanuel Kant in seiner Friedensschrift vorstellt. Auf welchem Wege glaubt Kant, dass es der Politi gelingen kann, den Frieden anzustreben?

Hybridkurs: Sie können wahlweise online oder in Präsenz teilnehmen.

Plätze frei Philosophisches Café - Was heißt: Sich im Denken zu orientieren? (10820B)

Do. 10.10.2024 17:45 - 20:00 Uhr in Gaustraße 20
Dozentin: PD Dr. habil. Helke Panknin-Schappert

Das philosophische Café lädt Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Es werden Fragen, die uns im Alltag bewegen, mit Hilfe großer Philosophen wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant beantwortet. Dabei wird deutlich, dass Philosophie keine entlegene Wissenschaft ist, sondern Hilfe und Orientierung bietet.
Die einzelnen Veranstaltungen des philosophischen Cafés stellen thematisch abgeschlossene Einheiten dar und können auch einzeln von allen Altersgruppen besucht werden. Es werden philosophische Texte gemeinsam gelesen und diskutiert.

Termin: 10.10.2024: Was heißt: Sich im Denken zu orientieren?

Woran kann sich das Denken orientieren, wenn es um Fragen geht, die die sinnliche Erfahrung übersteigen? Woher wissen wir in Bezug auf die Fragen nach dem Übersinnlich-Unbedingten, ob unser Erkennen objektiv gültig ist?
Anlässlich des 300. Geburtstages von Immanuel Kant lesen wir den kleinen Aufsatz Was heißt: Sich im Denken orientieren von 1786. Der Aufsatz bietet in knapper Form eine Auseinandersetzung mit den wesentlichen Fragen des kantischen Denkens.

Hybridkurs: Sie können wahlweise online oder in Präsenz teilnehmen.



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