Gesellschaft
Gesellschaft
Kultur
Kultur
Gesundheit
Gesundheit
Sprachen
Sprachen
Beruf
Beruf
Grundbildung
Grundbildung
Grundbildung
Spezial
Reisen
Reisen
< Wir sind dabei, für 2,3 Millionen Euro das VHS-Gebäude am Freidhof zu sanieren!“
05.05.2022 10:11 Alter: 11 Tage

„Fragt uns, wir sind die letzten...“ Erinnern für die Zukunft

Jugendliche sprechen mit KZ- und Ghetto-Überlebenden 08. bis 14. Mai 2022


Nach zwei Jahren Unterbrechung, in denen durch die Pandemie keine Besuche von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen möglich waren, werden nun wieder Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos in Polen zu Gast im Bistum Mainz sein.

Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden vom 08. bis 14. Mai 2022 im Kloster Jakobsberg in Ockenheim wohnen und jeden Vormittag Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus schildern. Angesichts der Tatsache, dass wieder Krieg herrscht in Europa, dass Hass im Internet verbreitet wird und Rassismus auf dem Vormarsch ist, wollen sie ein Zeichen setzen. Sie wollen den Schüler:innen vermitteln, dass Frieden und Demokratie gefährdet sind und dass man sich dafür engagieren muss, um sie zu erhalten.

Die Frauen und Männer sind zwischen 83 und 87 Jahren alt. Sie wurden in dem Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz sowie im Ghetto Sambor und dem „Jugendverwahrlager Litzmannstadt“ inhaftiert.

Begleitet werden sie von Ehren- und Hauptamtlichen des Bistums Mainz und des Maximilian-Kolbe-Werkes.

An den Gesprächen nehmen Klassen bzw. Jahrgänge aus folgenden Schulen teil:

 

Montag, 09.05.: Sebastian-Münster-Gymnasium Ingelheim

Dienstag, 10.05.: Maria Ward Schule Mainz

Donnerstag, 12.05.: Gymnasium am Römerkastell Alzey

Freitag, 13.05.: Rochus-Realschule Bingen

 

Dienstag, 10.05.2022, 9:00 Uhr

Pressekonferenz mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig

Ort: Bildungsstätte Kloster Jakobsberg, Saal St. Bonifatius

Gemeinsam mit Filmemacher Edmund Bohr und Autor Reiner Engelmann stellt das Bildungsministerium RLP im Rahmen einer Pressekonferenz zwei Filme über die beiden Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz und Niusia Horowitz-Karakulska vor. Henriette Kretz wird bei der Pressekonferenz ebenfalls zu Gast sein.

Mittwoch, 11.05.2022, 18:00 Uhr

Öffentliche Abendveranstaltung mit Zeitzeugin Henriette Kretz in Mainz

Das Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz veranstaltet zusammen mit der Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz und Autor Reiner Engelmann.

Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

 

Donnerstag, 12.05.2022, 19:30 Uhr

Öffentliche Abendveranstaltung mit Zeitzeugin Henriette Kretz und Autor Reiner Engelmann in Bingen

In Kooperation mit pax christi Rhein-Main Regionalverband Limbugr-Mainz, vhs Bingen, Arbeitskreis Jüdisches Bingen, Pfarrgruppe Bingen-Süd, Evangelische Johanneskirchengemeinde Bingen, Evangelische Christuskirche Bingen

Ort: Aula der Hildegardisschule, Holzhauserstraße 16, 55411 Bingen am Rhein

 

Organisiert wird der Besuch von der Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz in enger Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg, das seit vielen Jahren Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos auf vielfältige Weise unterstützt.

Besuche von polnischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an Schulen im Bistum Mainz finden seit 2001 statt.

 

Literaturhinweis:

Engelmann, Reiner: Hass und Versöhnung. Ein ehemaliger Neonazi und eine Holocaust-Überlebende begegnen sich. - Penguin Random House, TB, 272 Seiten, erschienen am 15. November 2021. - ISBN-13: 9783641258276

Kretz, Henriette: Willst Du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoah. - erschienen im Hille-Verlag Chemnitz, 2013. ISBN 978-3939025382.