Kursbeschreibung
Vor uralten Zeiten entstand in China ein geheimnisvolles Büchlein, das Tao te king, das einem Weisen namens Laotse zugeschrieben wird.
In rätselhaften Worten spricht es über das tiefste Prinzip der Welt, das Tao genannt wird. Was ist das? „Das Tao, über das man sprechen kann, ist nicht das beständige Tao“, lautet seine berühmte Antwort. Vieles wird hier umgekehrt: Das Schwache siegt über das Starke und das Leere ist nützlicher als das Volle: „Der Nutzen von Gefäßen liegt in ihrer Leere“.
Er stand nicht allein: Ein anderer Denker dieser Zeit, Meister Dschwang, brachte seine tiefen Gedanken wunderbar poetisch zum Ausdruck: „Während wir träumen, wissen wir nicht, dass es ein Traum ist... Erst beim Aufwachen wissen wir, dass es ein Traum war. Erst beim großen Aufwachen werden wir wissen, dass es ein großer Traum war. Nur die Dummen halten sich für wach...“
Das erwartet Sie: Sie gewinnen Einblicke in eine fremde Gedankenwelt, die eine der wichtigsten Grundlagen der chinesischen Kultur ist.
Ulrich Forderer studierte Sinologie und Philosophie in Paris, hat jahrelang in China an der Universität gelehrt und ist Übersetzer eines Standardwerks zur Geschichte der chinesischen Philosophie.
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