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Programm / Programm / Gesellschaft / Geschichte, Zeitgeschehen
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Plätze frei Nur Nacht hört zu - Ausstellungseröffnung und Konzert (10122)

Fr. 01.10.2021 18:00 - 19:30 Uhr in VHS Bingen Hauptgebäude
Dozent: Volkmar Döring

Nur Nacht hört zu
Ausstellungseröffnung und Konzert

Zur Ausstellungseröffnung der Koffer-Installation von Anikó Havas sind Lieder auf Hebräisch und Jiddisch von Volkmar Döring zu hören. Er vertont Gedichte von Gertrud Kolmar und taucht sie an der Gitarre in ein neues Gewand.

Eine Kooperationsveranstaltung zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland von TIFTUF und der vhs Bingen.

Plätze frei 15. Interreligiöses Gespräch: In Würde sterben - aber wie? (10800)

Do. 30.09.2021 19:00 - 21:30 Uhr in Freidhof 9
Dozentin: Dr. Mohammed Naved Johari

In Würde sterben - aber wie? Zur Debatte über die Sterbehilfe

"So, nach dieser Herz-OP ist ihr Herz jetzt wieder top fit und wird wohl noch schlagen, wenn sie längst tot sind" - eine nett gemeinte Aussage eines Arztes nach einer schwierigen OP. Die Patientin hat es aber eher verunsichert. Gewiss ist sie dankbar, dass sie sich im Hinblick auf ihr Herz keine Sorgen mehr machen muss - und doch war sie in einem Alter, in dem man ja doch Sterben vor Augen hat. Wie würde das jetzt noch gehen?

Eine kleine Begebenheit, die zeigt, dass der medizinische Fortschritt wirklich enorm ist. Doch dieser Fortschritt wirft dann auch neue Fragen und Ängste auf. Wenn das Leben immer wieder bewusst verlängert wird, liegt es dann an einem selbst auch zu sagen, wann dann und vor allem wie irgendwann auch einmal Schluss ist? Viele Menschen haben Angst, am Ende nur noch durch irgendwelche Maschinen am Leben gehalten zu werden und nicht sterben zu können. Patientenverfügungen und ein gutes Gespräch mit dem Hausarzt helfen da weiter. In den letzten Monaten hat die Diskussion über das selbstbestimmte Sterben und die aktive Sterbehilfe wieder an Fahrt aufgenommen. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung zur "geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" die Debatte weiter befeuert.

Nun herrscht in den Religionen eigentlich ein guter Konsens, dass das Leben auf Gott zurückgeht und damit letztlich ein Geschenk ist, über das der Mensch nicht so einfach verfügen sollte. Früher durften Menschen, die sich selbst das Leben genommen hatten, z.B. nicht auf den öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden. Das ist heute anders und trotzdem haben religiöse Gruppen weiterhin Vorbehalte gegenüber der aktiven Sterbehilfe. Und doch kommt aus dieser Richtung auch das Signal, dass man Menschen in ihrem Wunsch nach Sterben weiterhin begleiten will und dass auch kein Recht der Medizin auf Lebensverlängerung besteht.

Deswegen laden wir im diesjährigen Gespräch Vertreterinnen und Vertreter der großen Religionsgruppen in unserer Stadt ein, um miteinander über Chancen und Grenzen der Sterbehilfe zu sprechen. Erfahrungen der mobilen Hospizdienste werden den Einstieg bilden und so Fragestellungen und Herausforderungen formulieren, die wir dann auf dem Podium diskutieren werden - digital übertragen und mit den Möglichkeiten, auch von außen Fragen und Thesen zu dieser Debatte einzuspielen.

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim und der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen.

Einführung:
Dr. Maresa Biesterfeld
stellv. Vorsitzende der Hospizgruppe Ingelheim

Es diskutieren:
Dr. Mohammed Naved Johari (Islam),
Pfarrerin Nirmala Peters (evangelische Kirche),
Barbara Schoppmann (katholische Kirche)

Ablauf: Start am 30.9.2021, 19:00 Uhr im Ida-Dehmel-Saal (Freidhof 9; 55411 Bingen am Rhein).
• Kurze Begrüßung durch den Leiter der VHS
• Hinführung zum Thema durch Frau Dr. Maresa Biesterfeld (Prädikantin und Mitglied der Ingelheimer Hospizgruppe)
• Vorstellung des Podiums durch mich
• 3 x Impulse durch die Podiumsteilnehmenden (jeweils ca. 7 Minuten)
+ Barbara Schoppmann (Malteser-Hospizdienst)
+ Dr. Mohammed Naved Johari (Muslim)
+ Pfarrerin Nirmala Peters (Hospiz- und Trauerseelsorge im Christophorus-Hospiz Mainz-Drais)
• Gespräch auf dem Podium durch mich moderiert
• Öffnung zu den Teilnehmen für weitere Diskussionsbeiträge und Fragen
Dauer: ca. 90 Minuten

Anmeldung möglich Die Welt von morgen: Reden am Rhein (11510)

So. 24.10.2021 14:00 - 17:00 Uhr in VHS Bingen Hauptgebäude
Dozentin:

Die Welt von morgen - Reden am Rhein
Unterwegs in die Welt von morgen

Die Welt von morgen erfinden wir nicht allein. Unsere Expertinnen wollen mit Ihnen über den Umgang mit der alternden Bevölkerung und den Klimawandel ins Gespräch kommen. An einem Sonntag im Herbst finden Sie uns am Rheinufer in Bingen. Sie dürfen gespannt sein.
Nähere Infos gibt es über unsere Webseite und sozialen Medien. Gern informieren wir Sie auch direkt via Email. Melden Sie sich dazu einfach hier kostenfrei für den Projektnewsletter an oder melden sich in der Geschäftsstelle.

Zum Projekt: Die Welt von morgen
Die Zukunft stellt uns vor zahlreiche Herausforderungen. Viele drängende Fragen wurden in der Berichterstattung von der Corona-Pandemie überlagert, die Probleme sind aber keineswegs verschwunden oder gelöst.
Der Klimawandel und die Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft sind zwei Tatsachen, die unser aller Leben beeinflussen und verändern werden. Wie können und wollen wir diesen Herausforderungen begegnen? Wie wollen wir in der Welt von Morgen leben? Diesen Fragen wollen wir uns in diesem Semester stellen. Dabei möchten wir dem Pessimismus, mit dem viele auf globale Probleme blicken, positive Utopien und Empowerment entgegensetzen und gemeinsam in Form von Podien, Gesprächen, kreativen Workshops, Exkursionen und Thinktanks Lösungsansätze diskutieren, entwerfen und anstoßen.

Das Projekt findet im Rahmen innovativer Formate der politischen Erwachsenenbildung statt und wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Anmeldung möglich Möwenleicht über das offene Blau. Die Lyrikerin Hilde Domin (20112)

Fr. 05.11.2021 19:00 - 21:15 Uhr in Freidhof 9
Dozentin: Dr. Petra Urban

Möwenleicht über das offene Blau. Die Lyrikerin Hilde Domin
Ein Gedenkvortrag von Dr. Petra Urban zum 9. November
Etwas in Worte fassen, heißt hoffen, dass es gehört wird. Aus Anlass des 9. November erinnert Petra Urban an die Dichterin Hilde Domin. In ihrer Lyrik liebte sie das Zarte, Anmutige und Schwerelose. Im Leben war sie eine kämpferische, selbstbewusste Frau, die sich auch im hohen Alter noch quicklebendig einmischte. Eine, die mit der Kraft des "Dennoch" ausgestattet war. Als Tochter jüdischer Eltern flieht sie während des Nationalsozialismus ins Exil. Als Botin der Versöhnung kehrt sie zurück. Ihre Gedichte künden von Vertreibung und Leid, aber auch von dem unerschütterlichen Glauben an die Menschheit, den Frieden und die Schönheit der Welt.
Einfühlsam und poetisch beschreibt Petra Urban den Weg von der Tochter aus gutem Hause hin zur berühmten Dichterin, deren "Worte leise kommen", für die das Schreiben Rettung, die Sprache Zuflucht war.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Jüdisches Bingen



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